- 25.06.2004, 10:47:09
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7.000 Diplomkrankenschwestern aus Billiglohnländern nach Österreich holen!
Wien (OTS) - Es ist erfreulich, dass das Bundesministerium für
Wirtschaft und Arbeit auf die Ergebnisse von verschiedenen Studien im
Zusammenhang mit der demokratischen Entwicklung der österreichischen
Bevölkerung reagiert.
Es wird festgestellt, dass wir einen zusätzlichen Bedarf an
qualifizierten Pflegekräften in Österreich haben. Der Lösungsansatz
vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit hat jedoch eine
kräftige Schlagseite. Es ist nach Auffassung der Bundessektion
Landesanstalten und Betriebe, Gesundheits- und Sozialberufe
Österreichs, nicht möglich, dass der bestehende Pflegekräftemangel
durch die Öffnung des österreichischen Arbeitsmarktes und
Pflegepersonal aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten behoben werden kann.
Das Bundesministerium sieht in einem eigenen Gesetzesantrag vor, die
Bundeshöchstzahl der Ausländerbeschäftigung nach dem
Ausländerbeschäftigungsgesetzes Nr. 218 aus 1995, nach oben
anzuschrauben.
Hable fordert die betroffenen Ministerien Wirtschaft und Arbeit,
Gesundheit und Frauen auf, entscheidend mitzuhelfen, dass der
Verbleib der Diplomierten Gesundheits- und Krankenschwestern in ihrem
Beruf attraktiver gestaltet wird. Familienfreundliche Arbeitszeiten
und Kinderbetreuungsplätze sind flächendeckend anzubieten. Hable: "Es
ist dringend notwendig, dass österreichweit im Zusammenwirken mit der
Gewerkschaft Öffentlicher Dienst eine Werbekampagne gestartet wird,
wo Wiedereinsteigern die Gesundheits- und Krankenpflegeberufe
schmackhaft gemacht werden. Die Möglichkeit der Arbeitsstiftungen, wo
im Rahmen eines Stiftungsgeldes in Zusammenwirkung mit dem
Bundesministerium, den Ländern und der jeweiligen Einrichtung,
speziell Frauen nach der Kinderpause über Umschulungsmaßnahmen bereit
sind, einen Pflegeberuf zu erlernen, sind zu fördern. Derzeit gibt es
jedoch viele Fälle, besonders bei Frauen, für die kein annehmbares
Modell (in finanzieller und organisatorischer Hinsicht) vorliegt, um
eine Pflegeausbildung tatsächlich in Angriff nehmen zu können."
Hable: "Wir brauchen dringend eine Novelle des Gesundheits- und
Krankenpflegegesetzes, die diesen Beruf attraktiver macht. Auch eine
berufsbegleitende Ausbildung so wie Abendausbildungen sind zu
überlegen und gesetzlich anzubieten. Eine dringende
Ausbildungsoffensive ist österreichweit zu starten." Derzeit werden
in österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeschulen ca. 2/3
der Bewerberinnen und Bewerber für die Ausbildung der gehobenen
Gesundheits- und Krankenpflege wegen Platzmangel abgewiesen.
Krankenpflegeschulen werden geschlossen. Es ist unverantwortlich,
jungen Menschen, die eine Eignung zum Pflegeberuf haben, dadurch in
die Arbeitslosigkeit zu treiben. In einigen Bundesländern Österreichs
gibt es bereits arbeitslose Pflegehelfer bzw. Altenfachbetreuer.
Abgesehen davon, wird auch in jenen Ländern diplomiertes Gesundheits-
und Krankenpflegepersonal abwandern, um in Österreich beschäftigt zu
sein. In absehbarer Zeit wird es dort zu einem Pflegenotstand kommen.
Die derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen sind ausreichend, eine
Lockerung, die der Ministerentwurf vorsieht, ist nicht notwendig und
wird seitens der Bundessektion vehement abgelehnt. Zuerst müssen die
Hausaufgaben im eigenen Land getätigt werden.
OTS0075 2004-06-25/10:47
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