• 24.06.2004, 13:58:58
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Schwarzer Himmel über dem Raurisertal

Rauris (OTS) - Man spricht in den Tourismusprospekten des
Raurisertales immer von der "ehrwürdigen Goldbergbaugeschichte".
Diese Zeit brachte nicht nur Reichtum für das Tal, auch große
Umweltbelastungen waren die Folge des Goldbergbaues. Findet man heute
im Hochtal Rauris weite Almlandschaften und einen beinahe reinen
Fichtenwald, so prägte vor der Zeit des großen Goldfiebers ein satter
und großer Mischwald das Bild des Raurisertales. Große Gedenkfeier am
11. Juli 2004 im Talschluss.

Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert fand der Bergbau seine
schrecklichste Zeit. Nachdem schon seit zweitausend vor Christus im
Raurisertal Gold abgebaut wurde, kam man in diesen mittelalterlichen
Zeiten auf die Technik der Schmelzöfen. Um diese zu heizen wurde
Kohle und Holz gebraucht. Ohne Rücksicht auf die Natur wurde im
Raurisertal damals der Waldbestand auf das Minimum reduziert. Erst
als Kohle beinahe den gleichen Wert hatte, als das geschürfte Gold
wurden alternative Möglichkeiten der Holzkohleverwendung und
-anschaffung herangezogen.

Nicht nur die Zerstörung der Waldlandschaft, auch die klimatischen
Auswirkungen der Schmelzöfen in dieser Zeit waren verheerend. Oft kam
jahrzehntelang im Hüttwinkltal nicht ein Sonnenstrahl, geschweige
denn ein Teil vom Himmel zum Vorschein. Durch die Russ- und
Rauchbildung der Schmelzöfen, war der Himmel völlig mit einem
schwarzen Dach belegt. Man kann sich dies im heutigen
Nationalparktal, wo sich Bartgeier und Steinböcke ein Stelldichein
geben nicht mehr vorstellen, dass hier derart schwere Industrie das
Sagen hatte.

Sepp Rasser und seine Goldgräber und Säumer wissen hier altes
Wissen und Geschichte auf mitreißende Art zu zeigen und vermitteln.
Am 11. Juli ziehen Sie entlang der alten Brennöfen von Kolm-Saigurn
nach Bucheben mit einem Zug von über 60 Goldgräbern, Säumern,
Fuhrwerken mit Krämerladen und Goldbergbauutensilien. Originalgetreu
nach Abbildungen aus alten Büchern haben sie die Ausrüstungen,
Kleidungen und Transportmittel nachgebaut. In langen ehrenamtlichen
Stunden wird alles für das Große Via Aurea Fest vorbereitet auf das
schon alle Beteiligten hinfiebern. Das Rahmenprogramm mit Musik auf
allen Raststationen und Goldwaschen zur original Römerzeit mit
Sklaven rundet das Fest im Sinne des Gedenkens an die Goldgräberzeit
im Raurisertal ab.

Nähere Informationen sowie druckfähige Bilder zum Großen Via Aurea
Fest und zur Geschichte erhalten Sie bei

OTS0191    2004-06-24/13:58

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