• 24.06.2004, 12:24:18
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Regenbogen-Parade 2004 diesen Samstag in Wien

Wien (OTS) - "Übermorgen werden wieder zehntausende Lesben,
Schwule, Transgenders und ihre FreundInnen in Wien erwartet, um
‘andersrum’ über die Ringstraße zu ziehen", kündigte Bettina Nemeth,
Obfrau der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, auf einer
Pressekonferenz die diesjährige Regenbogen-Parade an. "Das offizielle
Motto lautet dieses Jahr ‘Liebe kennt keine Grenzen’. Liebe kennt
zwar in der Tat keine Grenzen", so Nemeth, "aber leider die
Bereitschaft der schwarz-blauen Bundesregierung, Österreichs Lesben,
Schwulen und Transgender-Personen völlige Gleichberechtigung und
volle Menschenrechte zu gewähren. Darauf wollen wir mit der Parade
wieder besonders hinweisen!"

"Nach wie vor sind hierzulande gleichgeschlechtliche
PartnerInnenschaften rechtlich nicht anerkannt, und noch immer fehlt
ein umfassender Schutz vor Diskriminierung in allen Lebenslagen",
ergänzt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. "Zwar tritt am 1. Juli das
neue Bundesgleichbehandlungsgesetz in Kraft, aber im Gegensatz zum
Wiener Antidiskriminierungsgesetz, das nächste Woche im Wiener
Landttag beschlossen werden wird, gilt es nur für die Arbeitswelt.
Diskriminierung in anderen Bereichen bleibt daher weiterhin legal.
Mit der Regenbogen-Parade soll auch darauf aufmerksam gemacht
werden."

"Ich freue mich, dass es diese Veranstaltung heuer wieder in
vollem Umfang geben wird", sagte der Wiener Kulturstadtrat Dr.
Andreas Mailath-Pokorny auf der heutigen Pressekonferenz. "Die
Regenbogen-Parade ist schon längst nicht mehr Gegenkultur, sondern
fixer Bestandteil der Wiener Kultur. Es ist schön, dass sie gleichsam
am Vorabend der Beschlussfassung des Wiener
Antidiskriminierungsgesetzes stattfindet."

"Für mich ist die Regenbogen-Parade eine der schönsten
Demonstrationen, die ich kenne", betonte Maria Vassilakou, die frisch
designierte Klubobfrau der Grünen im Wiener Landtag, "Ich hoffe, dass
möglichst viele Menschen, möglichst laut über die Ringstraße ziehen
werden, damit alle die Anliegen der Lesben, Schwulen und Transgenders
hören."

Die Route

Die Parade beginnt um 15 Uhr beim Stubentor und wird "andersrum"
über den Ring bis zum Museumsquartier ziehen, wo die Zugspitze kurz
vor 18 Uhr eintreffen wird. Im großen Haupthof des Museumsquartiers
wird von 18 Uhr bis 22 Uhr die Schlussveranstaltung stattfinden.
Diese wird von Miss Candy moderiert, die an politischer Prominenz
heuer u. a. den SPÖ-Parteivorsitzenden und Nationalratsabgeordneten
Alfred Gusenbauer sowie den grünen Nationalratsabgeordneten Karl
Öllinger auf der Bühne begrüßen wird. Weiters werden u. a. die
"Heaven"-DJs Sirius, Moll und Herb und die Gruppe "Tie Break" für
gute Stimmung sorgen. Die Abschlussveranstaltung wird um 22 Uhr mit
dem traditionellen Donauwalzer ausklingen. Danach wird die ganze
Nacht auf zahlreichen Veranstaltungen der Szene weiter gefeiert
werden.

Mehr Infos und Fotos von der Parade 2003 auf http://www.hosiwien.at.

OTS0139    2004-06-24/12:24

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