- 21.06.2004, 12:50:19
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Mach einen Beruf daraus "Pflegeberufe. Der Job des Lebens"
Bartenstein präsentiert Image- und Infokampagne für Pflegeberufe
Wien (OTS/BMWA) - "Das Image des Pflegeberufes ist zwar sozial
anerkannt, für junge Berufseinsteiger aber nicht ausreichend
attraktiv. Es ist daher ein Anliegen, eine Botschaft zu senden, die
diese Berufe als lebensfrohe, lebensbejahende und selbstverständliche
Berufe in einer modernen Gesellschaft präsentiert." erklärte
Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein heute. Eine
Image- und Informationskampagne des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Arbeit in Zusammenarbeit mit dem
Gesundheitsministerium, der Caritas, dem Roten Kreuz, dem Hilfswerk,
der Diakonie, der Volkshilfe und dem ORF soll junge Menschen, aber
auch Wiedereinsteiger/innen auf die vielfältigen Berufsmöglichkeiten
und Karrierechancen in Pflegeberufen aufmerksam machen. Sie sollen
dazu ermuntert werden, zumindest darüber nachzudenken, einen
Pflegeberuf zu ergreifen.
Laut einer Umfrage aus dem Oktober 2002 von OGM können sich nur 10 %
vorstellen, selbst einen Pflegeberuf zu ergreifen, jedoch halten 72 %
eine verstärkte Forcierung von Pflegeberufen im Vergleich zu anderen
politischen Aufgaben und Bereichen für wichtig.
Derzeit gibt es ca. 550.000 pflegebedürftige Personen in Österreich.
Diese Zahl wird in den nächsten 25 Jahren nach Schätzungen auf rd.
800.000 Menschen steigen. Diese Tatsache und der Umstand, dass sich
die Struktur der Familie gewandelt hat, wird die Nachfrage nach
Arbeitskräften im Pflegebereich steigern. "Die Pflege innerhalb der
Familie, wie sie zurzeit zum größten Teil geschieht ist gut. Wir
werden aber in Zukunft immer mehr professionelle Unterstützung
brauchen, um den neuen Anforderungen und Herausforderungen gewachsen
zu sein. Mit dieser Kampagne wollen wir Menschen ansprechen, darüber
nachzudenken, einen Beruf im Pflegebereich zu ergreifen," so
Bartenstein.
In den vergangenen fünf Jahren hat die Zahl der im Gesundheitsbereich
Beschäftigten um mehr als 27.000 bzw. 20 Prozent zugenommen. Derzeit
arbeiten rund 65.000 Menschen im Bereich Pflege und Betreuung. Nach
Schätzungen brauchen wir in den nächsten zehn Jahren aber bis zu
30.000 zusätzliche Beschäftigte im Pflege- und Betreuungsbereich.
Aufgrund des Pflegeschwerpunktes bildet das AMS Arbeitslose zu
Heimhilfen, Pflegehelfern/innen, Altenfachbetreuern/innen,
Behindertenbetreuern/innen und Diplomierten
Krankenpflegern/-schwestern aus. Bis jetzt sind mehr als 3.000
arbeitslose Personen aus diesem Bereich in das Programm aufgenommen
werden. Seit Anfang 2003 gibt es auch ein neues Fördermodell für
bereits in diesem Bereich tätige Hilfskräfte für eine intensive
berufsbegleitende Höherqualifizierung. Für fast 500 Personen konnte
heuer eine Höherqualifizierung bereits ermöglicht werden.
Um das Image von Pflegeberufen zu verbessern und auf die vielfältigen
Berufs- und Aufstiegschancen hinzuweisen, startet das BMWA heute eine
Imagekampagne. Ziel ist, eine Botschaft zu vermitteln, die diese
Berufe aus dem Eck des Mitleids, des "Helfersyndroms" herausholt und
sie als lebensfrohe, lebensbejahende und selbstverständliche Berufe
in einer modernen Gesellschaft platziert.
Die Idee: Herzensbildung, Mitgefühl, Beschützen und Helfen sind für
viele Menschen selbstverständlich - wenn dies mit Professionalität
und Qualifikation gepaart ist -warum nicht daraus einen Beruf machen?
Daher der Slogan:
Mach einen Beruf daraus
"Pflegeberufe. Der Job des Lebens"
Werbemittel der Kampagne sind:
TV-Spots, Kino-Spots, Hörfunk-Spot, Zeitungsinserate, Kleinanzeigen,
Plakate, eine eigene Website (www.jobdeslebens.at) mit Verlinkung auf
die Homepages des BMWA und BMGF und allen fünf beteiligten
Hilfsorganisationen, Schulplakate, Broschüre, Medienkoffer
(ausführliche Broschüre und CD-Rom), Aufkleber.
Hotline 0810 - 013571
Die Kampagne läuft bis Ende Juli und in einer zweiten Welle im
September.
OTS0109 2004-06-21/12:50
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