Pirklhuber: BM Pröll verantwortlich für Fortsetzung Pestizid-Chaos

Pestizid-Höchstwertüberschreitungen sind vorprogrammiert

OTS (Wien) - "BM Pröll schlittert in ein Agrar-Umwelt-Fiasko. Global 2000 zeigt anhand aktueller Pestizid-Rückstandsuntersuchungen bei heimischen und importierten Tomaten, dass Höchstwert-Überschreitungen nun auf der Tagesordnung bleiben", kritisiert der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber, die aktuelle Rechtslage in Sachen Pestizid-Zulassungen in Österreich.

In der letzten NR-Sitzung hatte sich Pröll für die Aufrechterhaltung der sogenannten Gleichstellungsverordnungs-Regelung eingesetzt. "Statt die Palette der Pestizide einzuschränken und ein Pestizid-Reduktionsprogramm vorzulegen, beharrt Pröll auf ein missglücktes Gesetz seines Vorgängers Molterer", so Pirklhuber. Durch Gleichstellungsverordnungen mit Deutschland und den Niederlanden sind bis zu 800 zusätzliche Pflanzenschutzmittel-Produkte für die österreichische Landwirtschaft ohne gesonderte Risikoanalyse zugelassen. Zwar müssen bei der offiziellen Inverkehrbringung entsprechende Anmeldungen mit deutschsprachigen Anwendungsbestimmungen vorgelegt werden, andererseits gilt dies nicht für nun legalisierte Direkt-Importe.

Da laut Erlass des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen die strengeren österreichischen Höchstwerte gelten, werden in Hinkunft Bauern, die holländische Pestzide nach holländischen Anwendungsbestimmungen verwenden, die strengeren österreichischen Grenzwerte überschreiten, wie Global 2000 anhand eines konkreten Beispieles (Pyrimethanil) aufzeigt. "Damit öffnet Pröll Tür und Tor für ein Qualitätsdumping nach unten. Darüber hinaus verfügt die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) nicht über ausreichende Mittel noch ist sie in der Lage viele dieser Pestizide zu analysieren", so Pirklhuber.

"Der Umweltminister hat die Nagelprobe nicht bestanden", verweist Pirklhuber abschließend auf die Ablehnung der Regierungsfraktionen, die Pestizid-Chaos-Paragraphen ersatzlos zu streichen.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001