AK Test Reiseversicherungen: Bei Urlaubsplanung gleich Versicherungsschutz bedenken (1)

Prüfen, ob Risiken durch bestehende Versicherungen schon abgedeckt sind - Auf unterschiedliche Leistungen bei Angeboten achten - Preise vergleichen!

Wien (OTS) - Wer seinen Urlaub plant, sollte auch gleich für einen hinlänglichen Versicherungsschutz sorgen, raten die AK Konsumentenschützer. Zuerst sollen die Konsumenten checken, ob nicht bereits eine Reiseversicherung durch bestehende Versicherungen oder Kreditkarten abgedeckt ist. Ratsam wäre sicherlich eine Unfall-, Kranken-, Reisehaftpflicht und Reisegepäckversicherung, überlegenswert eine Stornoversicherung, so die AK Konsumentenschützer.

Erhoben hat die AK die gängigsten Reisversicherungsangebote von Kreditkartenfirmen (American Express, Diners, Mastercard, Visa), Versicherungen (Europäische Reiseversicherung, ELVIA, Wr. Städtische), Reiseveranstaltern (ITS-Billa, Gulet, Neckermann und TUI, Jahn Reisen, Touropa, Taurus=Nazar Holiday und 1-2-Fly), der Österreichischen Ärzteflugambulanz, der Internationalen Flugrettung Austria sowie ÖAMTC und ARBÖ.

Klassische Reiseversicherungsprodukte wie von der Europäischen Reiseversicherung oder ELVIA bieten einen umfassenden Schutz für alle Familienmitglieder, sagen die AK Konsumentenschützer. Auch die medizinischen Leistungen sind sehr umfangreich. So ist zB eine Rückholung im Krankheitsfall oder bei einem Unfall zu 100 Prozent und Krankenhausaufenthalte bis zu 250.000 Euro gedeckt. Storno- und Gepäckversicherungen sind meist auch im Paket enthalten. Zu beachten ist bei der Gepäckversicherung, dass bei Flugreisen nur der Kilopreis des verloren gegangenen Gepäcks ersetzt wird. Für einen teuren Markenanzug bekommt der Konsument dann vielleicht nur mehr 30 Euro, eine Reiseversicherung ersetzt - nur bei Vorlage der Rechnung - den Zeitwert.

Bei Kreditkarten gibt es einen Versicherungsschutz oft nur, wenn die Kreditkarte in den letzten drei Monaten vor Reiseantritt benutzt oder die Reise damit bezahlt wurde. Einzelne Leistungen gelten nur für den Karteninhaber und nicht für Mitreisende, so die AK. Es gibt auch andere Einschränkungen, zB in der Unfallversicherung, die teilweise nur während der Benützung eines Öffis zur Hin- und Rückreise und nicht während des Aufenthalts gilt. Lücken müssen mit Zusatzversicherungen abgedeckt werden, sagt die AK.

Der Schutzbrief des ÖAMTC und der Sicherheitspass des ARBÖ bieten nur begrenzten Schutz. So müssen die angebotenen Versicherungssummen für den Fall ambulanter oder stationärer Behandlungen oder bei häufig vorkommenden Urlaubsunterbrechungen eingehend geprüft werden. Es gibt auch keine Storno-, Reisegepäck- oder Haftpflichtversicherung. Nur durch den Abschluss mehrerer Zusatzpakete bekommen angehende Urlauber einen umfassenden Schutz. Allerdings bieten die Autofahrerclubs Zusatzleistungen, zB Fahrzeugrückholdienst, Wildschadenhilfe, Abschleppdienst in Österreich und aus dem Ausland oder Pannenhilfe im Ausland.
(Forts.)

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