"DOKUmente" am 23. Juni im ORF: Die verborgenen Wege zum Glück

Ein Film über Menschen auf der Suche nach dem Glück

Wien (OTS) - Was ist das Geheimnis eines glücklichen Lebens?
Liebe? Geld? Schönheit? Erfolg? Ist es genetisch bedingt? Oder braucht es eine Familie und gute Freunde, um glücklich zu werden? Vielleicht ein Mix aus alledem, aber das ist keine Garantie. "DOKUmente" zeigt im Film "Die verborgenen Wege zum Glück" von Diana Hill und Teresa Hunt Schöne und Reiche und ganz "normale" Menschen auf ihrer Suche nach dem Glück. Zu sehen ist die Dokumentation in der deutschen Bearbeitung von Edith Stohl am Mittwoch, dem 23. Juni 2004, um 23.15 Uhr in ORF 2.

Lottogewinn brachte nicht nur Glück
Glück ist etwas, das jeder Mensch haben will. Wie es zu einem kommt, ist nicht so einfach herauszufinden. "Alles ist möglich", heißt es beim Lotto. Und so unvermutet traf es auch Carl, der ohne Abschluss die Schule verließ und mit 21 Jahren als kleiner Angestellter den Hauptpreis im Lotto - mehr als 10 Millionen Pfund - gewonnen hat. "Jetzt muss ich nie mehr darüber nachdenken, wie ich meine Kreditkartenrechnung zahlen soll", war seine erste Reaktion. Hat das sein Leben verändert? Seine Antwort ist Nein. "Es hat meinen Lebensstil verändert." Das Geld hat ihm nicht nur Glück gebracht. Seinem Vater, seiner Mutter und seinem Bruder hat er je eine Million Pfund geschenkt. Seinen Freunden Motorräder gekauft und sie zu teuren Urlauben eingeladen. Doch sein bester Freund wollte immer mehr, so ist die Freundschaft daran zerbrochen. Das hat Carl in eine tiefe Krise gestürzt. "Wenn das Geld sich so auswirkt, dass mir mein bester Freund abhanden kommt, wozu soll das dann gut gewesen sein?", fragt sich Carl.
"Ich wusste nie, ob die Leute mich wegen meines Geldes oder wegen mir selbst mögen"
Aber auch Menschen, die als Millionäre auf die Welt kommen, sind deswegen nicht glücklich. "Ich bin mit sehr viel Geld aufgewachsen. Als Teenager hatte ich jede Menge teure Kleider, fuhr die besten Autos, hatte ein Segelboot, Schmuck und alles, was ich mir sonst noch wünschte. Und ich dachte, dass mich diese Dinge glücklich machen", sagt die Multimillionärin Jessie. "Aber ich wusste nie, ob die Leute mich wegen meines Geldes oder wegen mir selbst mögen." Jessie hat die Lösung ihres Problems gefunden: Sie gibt ihr Geld an andere weiter, die es nötiger haben als sie. Das macht sie glücklich. In diesem Sinn hat sie sich doch ein Stück vom Glück erkaufen können.
Gutes Aussehen gab Filmstar das nötige Selbstvertrauen
"Wenn ich in meiner Jugend nicht so schön gewesen wäre, wäre ich bestimmt nicht eine so erfolgreiche Schauspielerin geworden", sagt der Filmstar Julie Christie. Sie führt das auf ihr außerordentlich gutes Aussehen zurück. "Das gibt einem das nötige Selbstvertrauen und den Glauben daran, dass man eine sehr wichtige Person ist. Damit wirkt man auf andere Menschen unglaublich attraktiv und kann jeden Mann bekommen, den man haben will. Man fühlt sich geliebt und man ist glücklich."
Eine Zwillingsstudie hat ergeben, dass es so etwas wie ein "Glücksgen" geben muss
Ist also der richtige Partner der Schlüssel zum Glück? Ob einem das gelingt, ist nicht primär vom Aussehen abhängig, sondern davon, wie die Beziehung als Kind zu den Eltern war. Das ist ein Grund dafür, wie glücklich wir als Erwachsene sein werden. Es gibt Menschen, die einfach immer und ohne besonderen Grund glücklich zu sein scheinen. Sind sie durch ihr Leben so geworden oder sind sie schon glücklich auf die Welt gekommen? Eine Studie an eineiigen Zwillingen geht dieser Frage nach. Barbara und Daphne sind nach ihrer Geburt von zwei verschiedenen Elternpaaren adoptiert worden und getrennt aufgewachsen. "Als wir uns mit 40 Jahren zum ersten Mal gesehen haben, sind wir sofort lachend aufeinander zugegangen. Wir haben gleich ausgesehen, mochten das gleiche Essen und die gleichen Bücher. Wir denken ziemlich gleich und müssen über die gleichen Dinge lachen", erzählen die beiden. Die Zwillingsstudie hat ergeben, dass es so etwas wie ein "Glücksgen" geben muss. "So vieles in unserem Verhalten ist von Genen bestimmt, warum also nicht auch das Glück?", sagt die Zwillingsforscherin Dr. Sybille Carrere.
Glücklich geboren zu werden, ist keine Garantie, dass man auch glücklich bleibt
Die Menschen kommen also mit einer bestimmten "Glücksportion" auf die Welt. Durch unsere Lebensumstände kann diese Portion um ein gehöriges Stück größer oder kleiner werden. Glücklich geboren zu werden, ist noch lange keine Garantie dafür, dass man auch glücklich bleibt. "Das Wichtigste im Leben ist, dass man ein Ziel hat", sagt Dr. Richard Davidson. Das gilt für einen Olympiasieger genauso wie für jeden normalen Menschen. "Es kommt nicht darauf an, wie hoch das Ziel gesteckt ist, sondern dass man es realistischerweise auch erreichen kann. Der Weg zu diesem Ziel und die Etappensiege machen jeden von uns glücklicher." Das und viel Lachen. Der Spaß an einfachen Dingen, die man um Geld kaum kaufen kann.

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