- 18.06.2004, 10:58:30
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Bures: Rechnungshof soll Verkauf der Bundeswohnungen prüfen
Wirtschaftlichkeit, Rolle des Immobilienmaklers Plech und Beraterhonorare hinterfragenswert
Wien (SK) Die SPÖ hat Rechnungshofpräsidenten Franz Fiedler
heute ersucht, den Verkauf der Bundeswohngesellschaften, die größte
Vermögensverschiebung der Zweiten Republik, von sich aus zu prüfen.
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures erinnerte am Freitag in einer
Pressekonferenz daran, dass Finanzminister Grasser im Jahr 2001 noch
damit gerechnet hatte, durch den Verkauf drei Milliarden Euro zu
lukrieren. Tatsächlich habe Grasser nun mit 850 Millionen Euro zu
einem "sehr günstigen Preis" verkauft. Hier stellt sich für die
SPÖ-Wohnbausprecherin die Frage der Wirtschaftlichkeit. Diese wäre
ebenso eine Untersuchung des Rechnungshofes wert wie die für den
Verkauf aufgewendeten Beraterhonorare in Höhe von 10,9 Millionen
Euro. Weder der genaue Auftrag noch das Ergebnis dieser
Beratertätigkeit sei bekannt. ****
Zu hinterfragen ist für Bures außerdem die Rolle des
Immobilienmaklers Plech, der Aufsichtsratspräsident von BUWOG und WAG
ist. Zugleich ist Plech als Makler der Immofinanzgruppe tätig
geworden und hat somit als Mitglied der Vergabekommission auch
Geschäftsbeziehungen zu einem Mitglied des Käuferkonsortiums.
(Schluss) se
OTS0110 2004-06-18/10:58
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