- 18.06.2004, 10:48:07
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ORF-Dreh zu Schwarzenberger-Film "Meine schöne Tochter": Erwin Steinhauer stolz auf hochtalentierte Filmtochter
Wien (OTS) - "Ein Glücksgriff, ein Naturtalent, kolossal gut" -
nur in höchsten Tönen lobt Erwin Steinhauer seine junge Filmpartnerin
Phillippa Galli, die in Ulli und Xaver Schwarzenbergers jüngstem
ORF-Film "Meine schöne Tochter" derzeit an seiner Seite vor der
Kamera steht. Die 19-jährige Nachwuchsschauspielerin, die bereits ein
abgeschlossenes Schauspielstudium hat, verkörpert die Titelrolle
einer jungen Frau, die an der Krankheit "Frozen Development" leidet,
einer Entwicklungsstörung, bei der sich der Körper weiterentwickelt,
der Geist jedoch stehen bleibt. Erwin Steinhauer gibt ihren Vater,
einen Heurigensänger, der seine Tochter von der Außenwelt abschottet
- mit fatalen Folgen. "Das wird ein sehr tiefgehender, sehr
emotionaler Film", prophezeit der Publikumsliebling. "Und Phillippa
war genau die Richtige für diese Rolle. Bei ihr hat man den Eindruck,
dass sie gar nicht spielen muss. Sie kann es einfach", streut
Steinhauer der jungen Kollegin Rosen. Galli, die damit ihre erste
Filmhauptrolle übernommen hat, erntet aber auch unter den anderen
Kollegen Anerkennung: Julia Stemberger, Lotte Tobisch und Marianne
Mendt sind ebenso begeistert wie ihr Regisseur, Kameramann und
Entdecker Xaver Schwarzenberger, der übrigens am 23. Juni als
"Ehrenkameramann 2004" für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird. Die
Dreharbeiten zu "Meine schöne Tochter" laufen noch bis morgen, zu
sehen ist das berührende Familiendrama 2005 im ORF.
"Ein einziges Erlebnis"
"Ich fühle, dass das eine wichtige Rolle für mich ist", erzählt die
junge Hauptdarstellerin, die für den ORF u. a. für Wolfram Paulus’
Beziehungskomödie "Zwei Affären und noch mehr Kinder" vor der Kamera
stand, im Rahmen eines Pressetermins am Set. "Noch nie mochte ich
eine Rolle so gerne, wie die der Gilda." Von den Kollegen und von
Regisseur Schwarzenberger bekam die Tochter eines
Schauspielerehepaares große Unterstützung: "Der Dreh war ein einziges
Erlebnis für mich. Es lief alles so harmonisch, so ruhig ab, als ob
ich schon Jahre lang mit diesem Team arbeiten würde." Eine besonders
große Hilfe und auch Vorbild ist für sie Filmpapa Erwin Steinhauer:
"Ich bewundere ihn als Schauspieler, weil er so viele Gesichter hat,
und natürlich auch als Mensch. Es beeindruckt mich, wenn einer so gut
ist wie er und trotzdem selbst sagt, dass er noch immer viel lernt
und sich weiterentwickelt. Er hat mir viel geholfen am Set."
Musikalische Premiere für Steinhauer
Für Publikumsliebling Steinhauer ist die Rolle des Charli Weiz
tatsächlich eine ganz besondere Herausforderung, mit der er selbst
auch wieder dazugelernt hat: Als Heurigensänger spielt er Gitarre und
Klavier und singt in drei Sprachen und drei Musikstilen (Wiener
Lieder, Country und italienische Schlager). Für den erfahrenen
Charakterdarsteller ist das eine Premiere: "Ich habe noch nie in
einem Film gesungen und musiziert. Auf der Bühne ja, aber vor der
Kamera ist das das erste Mal." Drei Monate vor Drehstart begann der
gewichtige Mime schon damit, seine Gitarrenkenntnisse wieder
aufzufrischen - und präsentiert stolz seine verhärteten Fingerkuppen.
"Ich kann natürlich Gitarre spielen, aber habe es lang nicht mehr
gemacht. Dadurch war viel Proben angesagt." Die Heurigenlieder, die
Steinhauer in "Meine schöne Tochter" aufspielt, hat er selbst
zusammengestellt, wobei ihm ein Sommerjob in seiner Jugendzeit sehr
zugute kam: "Kurz nach der Matura hab ich als junger Bursch beim
Heurigen aufgespielt, ohne Gage, nur fürs Trinkgeld. Das war eine
Hetz."
Die Hetz am Filmset ist bald vorbei, denn die letzte Filmklappe zu
"Meine schöne Tochter" fällt morgen, am Samstag, dem 19. Juni 2004.
Dem Ende der Dreharbeiten sieht Philippa Galli schon mit etwas
Bauchweh entgegen: "Ich bin ein bisschen traurig, dass es aus ist,
weil ich alle so lieb gewonnen hab."
An der Seite von Erwin Steinhauer und Phillippa Galli werden in
weiteren Hauptrollen Marianne Mendt als Heurigenwirtin und Charlis
Chefin Gretl, Julia Stemberger als Haushälterin Anna sowie Lotte
Tobisch als Gildas Großmutter Senta zu sehen sein. In weiteren Parts
spielen unter anderem Leander Lichti, Petra Morzé, Nora Heschl und
Matthias Stein.
Mehr Informationen zu "Meine schöne Tochter" sind unter
http://presse.ORF.at abrufbar.
OTS0102 2004-06-18/10:48
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