Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften erfolgreich abgeschlossen

Die Republik Österreich erzielt für die Bundeswohnbaugesellschaften einen Privatisierungserlös in der Höhe von EUR 2,639 Mrd.

Wien (OTS) - 15. Juni 2004 - Das Bundesministerium für Finanzen hat heute den Zuschlag für den Kauf der Bundeswohnbaugesellschaften BUWOG, WAG, ESG Villach und EBS Linz durch das Bieterkonsortium Raiffeisen Landesbank Oberösterreich, Immofinanz, Wiener Städtische, Oberösterreichische Landesbank, Oberösterreichische Versicherung, das sogenannte "Österreich-Konsortium" erteilt. Das Konsortium wurde in einem mehrstufigen Verfahren als Bestbieter ermittelt. Mit der bereits erfolgten Privatisierung der WBG Wien - sie ging im April an die gemeinnützige allgemeine Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft (BWS) und die BAWAG-Wohnbauholding GesmbH - ist somit der Verkauf der fünf Bundeswohnbaugesellschaften mit ihren in Summe 62.500 Wohnungen erfolgreich abgeschlossen.

Der bisherige Eigentümer, die Republik Österreich, erzielt einen Privatisierungserlös von insgesamt EUR 2,639 Mrd.. Der Privatisierungserlös setzt sich aus dem Verkaufspreis für BUWOG, WAG, ESG und EBS Linz in der Höhe von EUR 961 Mio., dem Verkaufspreis für die WBG von EUR 55 Mio., der Schuldenübernahme von EUR 1.436 Mio. und der Dividende von 2001 bis 2003 in der Höhe von EUR 187 Mio. zusammen.

Der Privatisierungserlös für BUWOG, WAG, ESG und ESB übertrifft deutlich die Vorgabe des Rechnungshofs von EUR 500-600 Mio.. Er liegt auch über international vergleichbaren Benchmarks. So wurden die 66.490 Wohnungen der Berliner GSW (Gemeinnützige Siedlungs- und WohnbauGmbH) Ende Mai dieses Jahres von der Berliner Stadtregierung um einen Gesamttransaktionswert von 2,1 Mrd. veräußert. Der Kaufpreis lag bei EUR 405 Mio. und die Verbindlichkeiten betrugen EUR 1,7 Mio..

Interessen der Mieter gesichert

"Der soziale Mieterschutz wird in vollem Umfang gewährleistet", versicherte Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Der Eigentümerwechsel hat keine Auswirkungen auf die Vertrags- beziehungsweise Mietverhältnisse. Die Mietpreisbildung der Bundeswohnbaugesellschaften ist durch die strengen gesetzlichen Schutzbestimmungen des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes (WGG) festgeschrieben. Diese Schutzbestimmungen behalten auch unter dem neuen Eigentümer ihre Gültigkeit.

Die fünf bisherigen Bundeswohnbaugesellschaften BUWOG, WAG, ESG, EBS und WBG zählen zu den größten und bedeutendsten Dienstleistern im österreichischen Wohnbau. Gemeinsam verfügen die Gesellschaften über ein Portfolio von ca. 62.500 Mietwohnungen (BUWOG: 20.000, WAG:
22.000, ESG Villach: 12.500, EBS Linz: 3.500, WBG: 4.500), über 5,1 Mio m2 unbebautes Land sowie ca. 400 Gewerbeimmobilien und ca. 23.000 Parkplätze.

Damit repräsentieren sie derzeit ca. 13 % des vergleichbaren Sozialwohnungsbestandes in Österreich und sind direkter Ansprechpartner für rund 170.000 Bewohner.

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