- 14.06.2004, 10:45:00
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Keine CT-/MR-Zuweisung an Spitalsambulanzen?
Ärztekammer boykottiert Patientenwohl
St. Pölten (OTS) - "Wollen Sie die Horner Patienten nach Krems
oder Waidhofen schicken? Obwohl sie jetzt ihre MR oder CT auch in der
Spitalsambulanz in Horn machen könnten?" Für den Obmann der NÖGKK, KR
Gerhard Hutter, ist der angedrohte Widerstand der Ärztekammer gegen
das CT-/MR-Pilotprojekt ein Boykott des Patientenwohles.
"Wir haben keinem einzigen Vertragsinstitut den Vertrag gekündigt
- oder Einschränkungen vorgesehen. Aber wir haben durch das jetzt so
heftig angegriffene Pilotprojekt - im Sinne der Patienten -
zusätzliche Angebote für CT-/ MR-Untersuchungen geschaffen." Obmann
Hutter stellt noch einmal klar, dass von einer Einschränkung der
freien Arztwahl nicht die Rede sein kann. Ganz im Gegenteil: Wenn der
stellvertretende Chef der niedergelassenen Ärzte, Dr. Günther
Wawrowsky, seinen Kollegen den Boykott dieser Regelung empfiehlt,
indem sie die Patienten nicht den Spitalsambulanzen zuweisen sollen,
schränken ja gerade die Ärzte die freie Arztwahl ein. Hutter: "Alle
Patienten, die eine Spitalsambulanz, aber kein Institut in ihrer Nähe
haben, wären durch dieses Zuweisungsverhalten massiv benachteiligt.
Sie müssten dann weite Strecken zum nächsten niedergelassenen
Institut auf sich nehmen. Von längeren Wartezeiten gar nicht zu
reden. Ist das die menschennahe Medizin, die Dr. Wawrowsky
einfordert?"
OTS0059 2004-06-14/10:45
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