- 14.06.2004, 09:46:19
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Symposium Chaos Control 2004
"Der E-Governator" Würmerortung in der öffentlichen Verwaltung
Wien (OTS) - Am 16. Juni 2004 findet zum vierten Mal das Symposium
Chaos Control am Juridicum der Universität Wien statt. Experten aus
Wirtschaft, Politik und Verwaltung analysieren unter dem Titel "Der
E-Governator" die österreichischen und internationalen Entwicklungen
in der Kommunikation zwischen Bürger und Staat und die daraus
resultierenden Probleme wie Daten- und Virenschutz in der
öffentlichen Verwaltung. Der Live-Hack eines Wireless LAN (WLAN)
demonstriert die Aktualität der Sicherheitsfrage.
Der Fokus des Österreichischen Gesetzgebers und der europäischen
Union liegt zur Zeit verstärkt auf der Kommunikation zwischen Bürger
und Staat, auf dem so genannten "E-Government". Dieser neue Trend
löst die Konzentration auf privatrechtliche Probleme der
Informationsgesellschaft ab. Das E-Government Gesetz - seit März 2004
in Kraft und bereits im Gesetzgebungsprozess sehr umstritten - ist
Anlass für die diesjährige Themenstellung von Chaos Control.
Live-Hack und Würmerortung
Neben den Rechtsfragen sind drängende Sicherheitsfragen zu
lösen. Das veranschaulicht der IT-Security Experte Christian Mock mit
einem Live-Hack eines kabellosen Netzwerkes (WLAN).
Erfahrungsberichte aus der Öffentlichen Verwaltung bieten weitere
Details zur Problematik. Aharon Vrtala vom Zentralen Informatikdienst
der Universität Wien, der EDV-Manager des Krankenanstaltenverbundes
Dietmar Falk, Robert Gottwald, Internetsicherheitsbeauftragter des
Bundesministeriums für Inneres und Otto Hellwig, E-Government-Experte
des Bundeskanzleramts, beleuchten die Risiken: Viren/Würmer/Troianer:
Wie anfällig ist die öffentliche Verwaltung?
Wo stehen wir mit E-Government in Österreich?
Eine Bestandsaufnahme des österreichischen E-Governments
ermöglicht das Know-How von Reinhard Posch, Leiter der Stabsstelle
Informations- und Kommunikationstechnologie des Bundes und damit CIO
der Republik, und Johann Mittheisz, EDV-Experte der Stadt Wien.
Von der Bürgerkarte bis zur Section Control: Wird das
Datenschutzrecht Rechtsgeschichte?
Der weltweite Trend zur Vernetzung wirft die Frage auf, was mit
den gewonnenen Daten zu geschehen hat. Angesichts der Entwicklungen
bei der elektronischen Abwicklung in der Verwaltung und in der
Verkehrsüberwachung, spricht der Rechtsinformatiker Wolfgang Kilian
von der Universität Hannover mit Waltraud Kotschy, der leitenden
Datenschutzspezialistin im Bundeskanzleramt, und Johann Bizer vom
Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein über die Relevanz
und Umsetzbarkeit des Datenschutzes.
Verschwindet der Staat? E-Government als Privatisierungs- und
Effizienzparadigma
Verwaltungsabläufe werden in Europa zunehmend privatisiert und
automatisiert. Diese beiden Prozesse verlaufen häufig parallel. Was
man sich von beiden verspricht, ist die Steigerung der Effizienz der
öffentlichen Verwaltung und des staatlichen Handelns. Öffentliche
Ziele des E-Government divergieren jedoch teilweise sehr stark von
kommerziellen Zielen. Hans Peter Lehofer, Richter beim
Verwaltungsgerichtshof und führender Telekommunikationsrechtsexperte
sowie Eberhard Binder, Leiter der Magistratsdirektion für EDV- und
Informationsangelegenheiten, skizzieren, welche Effizienzgewinne in
der Verwaltung - unter welchen Umständen - erwartet werden können und
ob es stimmt, dass mehr EDV und weniger Staat zu besserer Verwaltung
führen.
Die Organisatoren des Symposiums sind der Universitätslehrgang
für Informationsrecht und Rechtsinformation (
http://www.informationsrecht.at/ ) in Kooperation mit Juridicum
Online (http://www.juridicum.at) und erstmals die Stadt Wien,
Österreichs größter E-Government-Anbieter.
Alle Veranstaltungen im Rahmen von Chaos Control '04 sind
öffentlich und unentgeltlich zugänglich. Weitere Informationen unter
http://www.chaoscontrol.at/ (Schluss) dm
OTS0029 2004-06-14/09:46
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