- 11.06.2004, 09:20:56
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ÖAMTC: Geringere Einnahmen aus der Lkw-Maut gefährden Straßeninfrastruktur-Projkete
Club ist gegen Querfinanzierung von der Straße zur Schiene
Wien (ÖAMTC-Presse) - Österreich hat über Jahrzehnte in erster
Linie in transeuropäische Fernrouten investiert. Dabei ist das
innerösterreichische Autobahnnetz etwa rund um Wien schwer
vernachlässigt worden. Der ÖAMTC rechnet daher in den kommenden 20
Jahren mit enormen Großinvestitionen in den Straßenbau. "Für die
Anrechnung der Investitionen in die Straßeninfrastruktur zur Lkw-Maut
sind deshalb mindestens die vergangenen 30 Jahre als
Bemessungsgrundlage zu berücksichtigen", sagt ÖAMTC-Vekehrsexperte
Willy Matze.
Die Investitionen in den Straßenbau beinhalten auch alle Ausgaben
in den Umweltschutz und in die Verkehrssicherheit. Darunter fallen
etwa alle Tunnelanlagen und ihre Ausstattung mit einer zweiten Röhre
sowie Lärmschutzeinrichtungen, die Adaptierung alter Autobahnen auf
europäischen Standard mit mindestens drei Fahrstreifen pro Richtung
sowie der Austausch alter Leitschienen zur Verhinderung von
Frontalkollisionen. Da außerdem noch große Lücken im hochrangigen
Netz klaffen, wie etwa der Abschnitt Judenburg/Klagenfurt, ist aus
der Sicht des ÖAMTC eine Senkung der Lkw-Maut undenkbar.
In den kommenden 20 Jahren rechnet der Club mit verstärken
Investitionen in den Straßenbau. Für den ÖAMTC kommt deshalb eine
Querfinanzierung von der Straße zur Schiene nicht in Frage. Abgesehen
davon fehlt eine gesetzliche Grundlage, die eine Benützung von
Bahnstrecken in bestimmten Korridoren wie etwa auf der Brennerroute
zwingend vorschreibt. Denn bei der derzeit geltenden freien Wahl der
Verkehrsmittel lässt sich die Lkw-Belastung auf den Autobahnen nicht
reduzieren. Der ÖAMTC-Experte warnt daher vor der Errichtung nicht
genützter Denkmäler auf Eisenbahnstrecken.
(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger
OTS0034 2004-06-11/09:20
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