ÖAMTC: Geringere Einnahmen aus der Lkw-Maut gefährden Straßeninfrastruktur-Projkete

Club ist gegen Querfinanzierung von der Straße zur Schiene

Wien (ÖAMTC-Presse) - Österreich hat über Jahrzehnte in erster Linie in transeuropäische Fernrouten investiert. Dabei ist das innerösterreichische Autobahnnetz etwa rund um Wien schwer vernachlässigt worden. Der ÖAMTC rechnet daher in den kommenden 20 Jahren mit enormen Großinvestitionen in den Straßenbau. "Für die Anrechnung der Investitionen in die Straßeninfrastruktur zur Lkw-Maut sind deshalb mindestens die vergangenen 30 Jahre als Bemessungsgrundlage zu berücksichtigen", sagt ÖAMTC-Vekehrsexperte Willy Matze.

Die Investitionen in den Straßenbau beinhalten auch alle Ausgaben in den Umweltschutz und in die Verkehrssicherheit. Darunter fallen etwa alle Tunnelanlagen und ihre Ausstattung mit einer zweiten Röhre sowie Lärmschutzeinrichtungen, die Adaptierung alter Autobahnen auf europäischen Standard mit mindestens drei Fahrstreifen pro Richtung sowie der Austausch alter Leitschienen zur Verhinderung von Frontalkollisionen. Da außerdem noch große Lücken im hochrangigen Netz klaffen, wie etwa der Abschnitt Judenburg/Klagenfurt, ist aus der Sicht des ÖAMTC eine Senkung der Lkw-Maut undenkbar.

In den kommenden 20 Jahren rechnet der Club mit verstärken Investitionen in den Straßenbau. Für den ÖAMTC kommt deshalb eine Querfinanzierung von der Straße zur Schiene nicht in Frage. Abgesehen davon fehlt eine gesetzliche Grundlage, die eine Benützung von Bahnstrecken in bestimmten Korridoren wie etwa auf der Brennerroute zwingend vorschreibt. Denn bei der derzeit geltenden freien Wahl der Verkehrsmittel lässt sich die Lkw-Belastung auf den Autobahnen nicht reduzieren. Der ÖAMTC-Experte warnt daher vor der Errichtung nicht genützter Denkmäler auf Eisenbahnstrecken.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218
E-Mail: pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0001