KORREKTUR zu OTS0030 von heute: Deutsches Passagierschiff hat den Mittelpfeiler der Reichsbrücke kollidiert

19 Leichtverletzte nach vermutlichem Fahrfehler des 2. Kapitäns

Wien (OTS) - In der OTS0030 vom 10. Juni 2004 muss der dritte
Absatz wie folgt richtig lauten:

Wie Dipl. Ing. Kaindl der Rathauskorrespondenz gegenüber angegeben hat, ist dem Schiff nur wenig passiert, so kann man den Schaden wie mit einem Parkschaden an einem Auto vergleichen. Die linke Heckkante des Schiffes hat eine Delle abbekommen....

KORRIGIERTE NEUFASSUNG:

TITEL: Deutsches Passagierschiff hat den Mittelpfeiler der Reichsbrücke kollidiert Utl.: 19 Leichtverletzte nach vermutlichem Fahrfehler des 2. Kapitäns

Wien (OTS) - Ein mit über 130 hauptsächlich amerikanischen Touristen besetztes deutsches dreistöckiges Passagierschiff ist heute früh beim Anlegeversuch an den Mittelpfeiler der Wiener Reichsbrücke gedonnert. Durch den Aufprall wurden nach Angaben des Chefarztes der Wiener Rettung Dr. Alfred Kaff 19 Passagiere leicht verletzt (Schürfwunden, Schnittwunden, Prellungen).

Ersten Recherchen zufolge dürfte der 2. Kapitän der Viking -Europe einen Fahrfehler begonnen haben. Nach Angaben des Permanenzingenieurs Dipl. Ing . Michael Kaindl hätte das Wendemanöver mit anschließendem Anlegen erst nach der Brücke erfolgen sollen. Passiert ist das Manöver bereits vor dem Mittelpfeiler, woran eine etwa fünf Meter lange Radarauslegestange angebracht war. In diese hat sich nach Auskunft des Permanenzingenieurs der linke Teil des Heckes des Schiffes verfangen, wobei auch zwei Glasfenster zersprangen. Zudem sei die Brüstung des Schiffes, die sich im Bereich der Aussichtsterrasse befunden hat, geknickt worden, ergänzte der Rathaus-Techniker.

Schaden ist gering - die Fahrt wird vermutlich noch morgen in Richtung Budapest fortgesetzt werden

Wie Dipl. Ing. Kaindl der Rathauskorrespondenz gegenüber angegeben hat, ist dem Schiff nur wenig passiert, so kann man den Schaden wie mit einem Parkschaden an einem Auto vergleichen. Die linke Heckkante des Schiffes hat eine Delle abbekommen. Das Schiff kam aus Amsterdam und fuhr via Rhein - Main - Donaukanal zur Donau nach Dürnstein, wo das Schiff heute früh aufgebrochen war. Die Fahrt wird laut Kaindl bereits morgen fortgesetzt. Untersuchungen am Schiff nach möglichen weiteren Schäden werden noch heute von Seiten der Reederei durchgeführt.

Der Mittelpfeiler sei nur geringfügig beschädigt worden, sagte der Techniker, er spricht von Abschürfungen an der Oberfläche des Pfeilers an der stromaufwärtigen Seite. Dennoch würden in Kürze seitens der MA 29 ( Brückenbau ) die Konstanz des Pfeilers und die gesamten Brücke sicherheitstechnisch überprüft werden.
Das Unglück wirkte sich nicht auf den Betrieb des Öffentlichen Verkehrs und auch nicht auf den Individualverkehr aus.

Die Rettungs - und Bergemannschaften von Feuerwehr und Wiener Rettung waren sehr bald nach Bekanntwerden des Unglücks ( ca. 8 Uhr ) an Ort und Stelle, bargen die Verletzten und transportieren diese anschließend in umliegende Spitäler. Den Schiffskoch erwischte es am ärgsten, denn er erlitt Verbrennungen. Er wurde ins Wilhelminenspital gebracht. Auch sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Akutbetreuung Wien ( MDKS - Magistratsdirektion - Krisenmanagement und Sofortmaßnahmen ) sind derzeit noch im Einsatz.

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Mag. Horst Lassnig
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