- 10.06.2004, 12:34:02
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- OTS0034 OTW0034
KORREKTUR zu OTS0030 von heute: Deutsches Passagierschiff hat den Mittelpfeiler der Reichsbrücke kollidiert
19 Leichtverletzte nach vermutlichem Fahrfehler des 2. Kapitäns
Wien (OTS) - In der OTS0030 vom 10. Juni 2004 muss der dritte
Absatz wie folgt richtig lauten:
Wie Dipl. Ing. Kaindl der Rathauskorrespondenz gegenüber angegeben
hat, ist dem Schiff nur wenig passiert, so kann man den Schaden wie
mit einem Parkschaden an einem Auto vergleichen. Die linke Heckkante
des Schiffes hat eine Delle abbekommen....
KORRIGIERTE NEUFASSUNG:
TITEL: Deutsches Passagierschiff hat den Mittelpfeiler der Reichsbrücke kollidiert Utl.: 19 Leichtverletzte nach vermutlichem Fahrfehler des 2. Kapitäns
Wien (OTS) - Ein mit über 130 hauptsächlich amerikanischen
Touristen besetztes deutsches dreistöckiges Passagierschiff ist heute
früh beim Anlegeversuch an den Mittelpfeiler der Wiener Reichsbrücke
gedonnert. Durch den Aufprall wurden nach Angaben des Chefarztes der
Wiener Rettung Dr. Alfred Kaff 19 Passagiere leicht verletzt
(Schürfwunden, Schnittwunden, Prellungen).
Ersten Recherchen zufolge dürfte der 2. Kapitän der Viking -
Europe einen Fahrfehler begonnen haben. Nach Angaben des
Permanenzingenieurs Dipl. Ing . Michael Kaindl hätte das Wendemanöver
mit anschließendem Anlegen erst nach der Brücke erfolgen sollen.
Passiert ist das Manöver bereits vor dem Mittelpfeiler, woran eine
etwa fünf Meter lange Radarauslegestange angebracht war. In diese hat
sich nach Auskunft des Permanenzingenieurs der linke Teil des Heckes
des Schiffes verfangen, wobei auch zwei Glasfenster zersprangen.
Zudem sei die Brüstung des Schiffes, die sich im Bereich der
Aussichtsterrasse befunden hat, geknickt worden, ergänzte der
Rathaus-Techniker.
Schaden ist gering - die Fahrt wird vermutlich noch morgen in
Richtung Budapest fortgesetzt werden
Wie Dipl. Ing. Kaindl der Rathauskorrespondenz gegenüber angegeben
hat, ist dem Schiff nur wenig passiert, so kann man den Schaden wie
mit einem Parkschaden an einem Auto vergleichen. Die linke Heckkante
des Schiffes hat eine Delle abbekommen. Das Schiff kam aus Amsterdam
und fuhr via Rhein - Main - Donaukanal zur Donau nach Dürnstein, wo
das Schiff heute früh aufgebrochen war. Die Fahrt wird laut Kaindl
bereits morgen fortgesetzt. Untersuchungen am Schiff nach möglichen
weiteren Schäden werden noch heute von Seiten der Reederei
durchgeführt.
Der Mittelpfeiler sei nur geringfügig beschädigt worden, sagte der
Techniker, er spricht von Abschürfungen an der Oberfläche des
Pfeilers an der stromaufwärtigen Seite. Dennoch würden in Kürze
seitens der MA 29 ( Brückenbau ) die Konstanz des Pfeilers und die
gesamten Brücke sicherheitstechnisch überprüft werden.
Das Unglück wirkte sich nicht auf den Betrieb des Öffentlichen
Verkehrs und auch nicht auf den Individualverkehr aus.
Die Rettungs - und Bergemannschaften von Feuerwehr und Wiener
Rettung waren sehr bald nach Bekanntwerden des Unglücks ( ca. 8 Uhr )
an Ort und Stelle, bargen die Verletzten und transportieren diese
anschließend in umliegende Spitäler. Den Schiffskoch erwischte es am
ärgsten, denn er erlitt Verbrennungen. Er wurde ins Wilhelminenspital
gebracht. Auch sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
Akutbetreuung Wien ( MDKS - Magistratsdirektion - Krisenmanagement
und Sofortmaßnahmen ) sind derzeit noch im Einsatz.
Rückfragehinweis:
Mag. Horst Lassnig
Presse - und Informationsdienst der Stadt Wien
Diensthabender Redakteur
Tel.: 01 4000 81 081
Mobil: 0664 441 37 03
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