- 09.06.2004, 10:32:13
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Lopatka: Cap geht auf Distanz zu Gusenbauer
Risse in der SPÖ werden nach Gusenbauers Pogrom-Vergleich immer größer
Wien, 9. Juni 2004 (ÖVP-PK) "In der Diskussion in der ORF-
Sendung 'Report' von gestern Abend, ist selbst SPÖ-Klubobmann Josef
Cap, neben Doris Bures einer der engsten Vertrauten Gusenbauers,
deutlich auf Distanz zu seinem Parteivorsitzenden gegangen", sagte
heute, Mittwoch, ÖVP-Generalsekretär Abg.z.NR Dr. Reinhold Lopatka.
"Trotz mehrmaliger Nachfrage der Report-Moderatorin Claudia
Reiterer weigerte sich Cap den unsäglichen 'Pogrom-Vergleich'
Gusenbauers zu kommentieren." ****
Wörtlich hatte Cap gemeint, dass er sich "zu diesem Thema gar
nicht mehr äußern will" und "diese Diskussion hier heute nicht
führen will". "Unterstützung für den eigenen Parteivorsitzenden
sieht anders aus", so der ÖVP-Generalsekretär und konstatierte
"eine massive Vergrößerung der Risse innerhalb der SPÖ".
"Dass nicht einmal mehr Cap zu seinem Parteichef steht, muss
Gusenbauer zu denken geben", so Lopatka weiter. "Gusenbauer hat
sich durch seinen unpassenden und in der Geschichte des Parlaments
einzigartigen Vergleich nachhaltig selbst beschädigt." Auch der
Wiener Bürgermeister Häupl habe ja mittlerweile den Vergleich
Gusenbauers als "generell bedenklich" eingestuft und daran
erinnert, dass man sich nicht im Februar 1934 befände.
Damit stelle sich, so Lopatka abschließend, die SPÖ wenige Tage
vor einer wichtigen Wahl als zutiefst gespaltene und zerrissene
Partei ohne starke Führung dar. "Auch in dieser Hinsicht ist es
also als Drohung zu verstehen, dass die SPÖ in Europa mehr gehört
werden will."
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at
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