- 04.06.2004, 09:33:52
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AK Analyse: Anmeldekosten für Handys seit 2001 kräftig gestiegen, Telefongebühren gesunken
Unübersichtliche Tarifmodelle - Tarifwechsel beim eigenen Anbieter oft teuer
Wien (OTS) - Telefonieren mit Handys wurde billiger, hingegen sind
die Anmelde-preise kräftig gestiegen und kosten mitunter um bis zur
Hälfte mehr. Das zeigt eine AK Analyse der Handytarife für
Privatkunden zwischen 2001 und 2004. Außerdem sind die Tarifmodelle
oft unüberschaubar, kurzlebig und verwirren die Kunden: Von insgesamt
56 angebotenen Modellen aller 4 Handyanbieter im Jahr 2001 gibt es
jetzt nur mehr die Hälfte. Auch das Tarifwechseln beim gleichen
Anbieter wird den "Altkunden" schwer gemacht - Preisvorteile gelten
vor allem für Neukunden.
Seit 2001 bieten die monatlichen AK Tarifvergleiche den
Konsumenten mehr Service bei den vielen Handyangeboten. Die AK
Konsumentenschützer werteten die Daten der Handytarife für
Privatkunden für den Zeitraum 2001 bis 2004 aus. Die AK Analyse
zeigt, dass die Anmeldung bei den 2001 am Markt befindlichen
Anbietern heuer zwischen 10 und 53 Prozent mehr kostet. Die
monatlichen Grundgebühren für die noch nach wie vor angebotenen
Tarife wurden je nach Anbieter bis zu 30 Prozent billiger oder sogar
bis zu 39 Prozent teurer.
Ein Vergleich der durchschnittlichen Gesprächsentgelte aller sechs
jetzigen Anbieter zeigt: Die Preise für Anrufe ins Festnetz sind seit
2001 leicht gesunken - durchschnittlich zwischen 2 und 6 Cent pro
Minute. Billiger wurden auch Rufe in andere Handynetze im Schnitt
zwischen 7 und 10 Cent und Mobilboxabfragen (durchschnittlich 6 Cent
pro Minu-te). Anrufe ins eigene Netz sind kaum günstiger geworden.
Wertkartenhandys wurden vor allem bei den Mobilboxabfragen deutlich
billiger - im Schnitt 10 bis 24 Cent pro Minute.
Die Gesamtpreisentwicklung (Grund- und Gesprächskosten für 90
Minuten pro Monat) wurden zusätzlich für drei typische Nutzer -
Einsteiger, Familie, Jugendlicher - unter-sucht: Tarife, die 2001
bereits bestanden oder deren eindeutige Nachfolgeprodukte wur-den -
je nach Nutzer - sowohl bis zu fünf Prozent teurer als auch bis zu 11
Prozent billi-ger (Vertragshandys), Wertkartenhandys wurden billiger
(bis zu 19 Prozent), aber auch teurer (bis zu drei Prozent).
Jugendliche profitieren am meisten von den sinkenden Ko-sten für
Mobilbox und Rufe in andere Handynetze, sagen die AK
Konsumentenschützer.
Die vier größten Anbieter brachten seit 2001 insgesamt 56
verschiedene Tarife für Pri-vatkunden auf den Markt. Davon wurden nur
28 auch noch im März 2004 angeboten, und nur 3 Tarife haben seit 2001
die gleiche Namensbezeichnung behalten. Verwirrend für den
Konsumenten, ansonsten aber kein Nachteil: Bestehende Verträge werden
meist zum vereinbarten Tarif weitergeführt.
Aktionstarife gelten vor allem für Neuanmelder. Einige Anbieter
verrechnen bestehen-den Kunden beim Wechseln Zusatzentgelte, andere
verlangen die Gebühr nur beim Wechsel von einem höheren auf ein
niedrigeres Grundentgelt, teilweise ist ein Umstieg innerhalb von
Bindefristen unmöglich. Die AK rät, die Wechselkosten zu prüfen.
SERVICE: Der Vergleich der AK auf www.konsumentenschutz.at.
OTS0035 2004-06-04/09:33
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