- 03.06.2004, 11:16:02
- /
- OTS0099 OTW0099
Lichtblick Schwarzenbergplatz
Wien (OTS) - "Mit dem Schwarzenbergplatz wurde ein bedeutender
Verkehrsknoten, immerhin passieren bis durchschnittlich 60.000
Kraftfahrzeuge täglich den Platz, übersichtlicher gestaltet. Es
fließt nicht nur der Autoverkehr besser. Über die neuen
Radfahranlagen mit Anschluss an das übergeordnete Radverkehrsnetz
können auch RadfahrerInnen diesen stark belasteten Verkehrsknoten
sicher passieren. Durch Entflechtung der Straßenbahnlinien 71 und D
zwischen Lothringerstraße und Am Heumarkt und eine neue
Straßenbahnhaltestelle im Bereich Zaunergasse wurden auch für die
Straßenbahn-BenützerInnen Verbesserungen erzielt" resümierte
Planungs- und Verkehrstadtrat DI Rudolf Schicker gestern, Mittwoch,
Abend anlässlich eines Mediengespräches zur Eröffnung des
Schwarzenbergplatzes. An dem Gespräch hatten auch der planende
Architekt Alfredo Arribas (Barcelona) und der Vorsitzende der Jury
des 1998 abgewickelten Gutachterverfahrens, Architekt Boris Podrecca,
teilgenommen.
Zwei neue Fußgängerübergänge und kürzere Querungslängen bei
vielen bestehenden Schutzwegen sollen den FußgängerInnen die
Überquerung des Platzes erleichtern - auch wenn leider nicht alle
gewünschten Übergänge realisiert werden konnten.
"Besonders freut mich, dass der Park um den Hochstrahlbrunnen
durch eine großzügige Ausweitung der Freifläche deutlich vergrößert
werden konnte", berichtet Verkehrsstadtrat Schicker. "Den
AnrainerInnen steht damit eine vielfältig nutzbare Fläche zur
Verfügung, die sich rasch zu einem beliebten Treffpunkt entwickeln
wird".
Erfolgreiche Bauabwicklung
Von 22.10.2002 bis 28.5.2004 wurde der Schwarzenbergplatz unter
Federführung der für den Straßenbau zuständigen Magistratsabteilung
28 umgebaut. Ende Mai wurden die letzten Neugestaltungsarbeiten
insbesondere im Bereich des Hochstrahlbrunnens sowie das Herzstück im
Projekt des spanischen Architekten, die computergesteuerte
Effektbeleuchtung im Boden, fertiggestellt. Das Bodenlicht "läuft"
nach einem vom Architekten ausgearbeiteten Vorschlag ausgehend von
der Ringstraße über die Platzachse und teilt sich vor dem
Hochstrahlbrunnen auf. Durch "Blitze" aus den Bodenleuchten im
Bereich der Straßenbahnhaltestellen wird den wartenden Fahrgästen
signalisiert, wenn ein Zug einfährt.
Der Architekt aus Barcelona ist sehr zufrieden mit dem
Umsetzungsergebnis seines Projektes: "Es ist gelungen, den Platz zu
entrümpeln und einen sparsam möblierten und aufgeräumten öffentlichen
Raum zu schaffen, der durch seine Schlichtheit wirkt. Und mit der
neuen Effektbeleuchtung wird der Schwarzenbergplatz in Wien und
darüber hinaus einzigartig!". Mit vielen für Wien besonderen
Gestaltungsdetails werden Akzente gesetzt. Es gibt zwar 5 Lichtmaste
mehr als zuvor auf dem Platz, die aufgrund der statischen
Erfordernisse etwas stärker als im Wettbewerbsprojekt angedacht,
errichtet werden mussten. Die achsiale Ausrichtung der Maste und
deren Lage entlang der Gleisachse betont die Längserstreckung des
Platzes und befreit die schönen neoklassizistischen Gebäude von
störenden Masten unmittelbar vor den Fassaden.
Am 3.Juni 2004, um 21 Uhr wird der Schwarzenbergplatz nach
eineinhalb Jahren Bauzeit beim Hochstrahlbrunnen eröffnet und die
neue Effektbeleuchtung offiziell in Betrieb genommen. (Schluss) lay
OTS0099 2004-06-03/11:16
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK






