• 03.06.2004, 09:26:37
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RASEN IM REGEN? AQUAPLANING DROHT!

KfV: Reifen in Schuss halten und Fuß vom Gas heißt die Devise bei starken Regenfällen

Wien (OTS) - Wer bei starken Regenfällen ins Schleudern kommt, hat
vermutlich eine wichtige Regel nicht beachtet: Fuß vom Gas! Regen
gepaart mit hoher Geschwindigkeit ist eine denkbar schlechte
Kombination im Straßenverkehr - und sie kann schnell sehr gefährlich
werden und zu Aquaplaning führen. Tempo, Wassertiefe,
Reifenprofiltiefe und Fahrzeuggewicht sind die Faktoren, die bei
Aquaplaning eine entscheidende Rolle spielen.

148 Tote bei Pkw-Unfällen auf nasser Fahrbahn

"Auf nasser Fahrbahn kommt es immer wieder zu Unfällen, die leicht
vermeidbar wären. Im Jahr 2003 wurden bei 6.644 Pkw-Unfällen auf
nasser Fahrbahn 9.324 Menschen verletzt und 148 getötet", präsentiert
Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit
(KfV) die Fakten.

Tempo drosseln, Reifen wechseln, Fahren auf Sicht

Zumindest in punkto Geschwindigkeit und Reifenprofil kann der
Fahrzeuglenker einiges dazu beitragen, damit er auch im Regen sicher
über die Runden kommt und Aquaplaning erst gar nicht auftritt:
"Drosseln Sie bei Aquaplaninggefahr ihr Tempo - 130 km/h auf der
Autobahn sind viel zu schnell! Wer mit Reifen mit einer Profiltiefe
unter drei Millimeter unterwegs ist, braucht schleunigst neue
Reifen", rät Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für
Verkehrssicherheit (KfV), und unterstreicht: "Bei sintflutartigen
Regenfällen bleibt den meisten Fahrzeuglenkern übrigens gar nichts
anderes mehr übrig als langsam zu fahren. Wir empfehlen daher 'Fahren
auf Sicht'."

Wann wird‘s gefährlich?

Als Anhaltspunkt gilt: Sobald die Spuren des Vorderfahrers sehr
schnell verrinnen - bevor man bei korrektem Abstand selbst an der
Stelle ist - heißt es besonders aufpassen. Bei Aquaplaning verlieren
die Reifen den Kontakt zur Fahrbahn und schwimmen auf. Das Fahrzeug
verliert seine Manövrierfähigkeit und schlittert unkontrolliert
weiter. Schuld daran ist, dass die Reifen aufgrund der hohen
Geschwindigkeit das Wasser nicht mehr schnell genug verdrängen
können.

Woran erkennt man Aquaplaning?

Wenn der Motor aufheult und der Drehzahlmesser sich ins "Unendliche"
dreht ist es meist zu spät. Weitere Indizien für Aquaplaning sind:
Die Lenkung wird ungewöhnlich leichtgängig und das Fahrzeug reagiert
nicht mehr auf Lenkbewegungen, es sind leichte Schläge am Lenkrad zu
bemerken.

Was tun?

"Augen zu und durch" ist bei Aquaplaning die absolut falsche Lösung.
"Versuchen Sie, wenn die Reifen aufschwimmen, die gröbsten Fehler wie
starkes Lenken zu vermeiden. Halten Sie Ihr Lenkrad gerade und lenken
Sie erst bei Bodenkontakt in die richtige Richtung. Kuppeln Sie aus
bzw. wenn Ihr Fahrzeug über ein Automatikgetriebe verfügt, nehmen Sie
vorsichtig Gas weg", gibt Thann einige Tipps. Bei Fahrzeugen mit ABS
kann laut KfV sogar eine Vollbremsung helfen, bei Fahrzeugen ohne ABS
sollte hingegen auf jegliche Bremsung verzichtet werden.

OTS0032    2004-06-03/09:26

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