- 02.06.2004, 12:28:37
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NEWS-Gallup-Umfrage: 79% finden Politiker überbezahlt.
Eine NEWS-Gallup-Umfrage unter Wählern und Politikern zeigt tiefe Kluft: 79% der Wähler finden Politiker überbezahlt. Kein einziger Politiker fühlt sich überbezahlt.
Wien (OTS) - In einer Gallup-Umfrage in der Donnerstag
erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS werden erstmals in
Österreich Wählern und Politikern in anonymisierten Interviews die
gleichen Fragen zum Thema Gagen gestellt:
Von 400 befragten Wählern halten 79 Prozent Politiker generell für
überbezahlt, kein einziger hält sie für unterbezahlt, 18 Prozent
sprechen von gerechter Entlohnung. Von 105 befragten aktiven
Politikern sieht kein einziger seinen Berufsstand generell
überbezahlt, 83 Prozent fühlen sich gerecht entlohnt und stolze 17
Prozent fühlen sich unterbezahlt. Besonders auffällig: Ausgerechnet
die Gruppe der Bundesräte fühlt sich zu 23 Prozent signifikant
stärker unterbezahlt.
61 Prozent aller Befragten lehnen die Anpassung der
Politikergehälter an Manager-Gagen ab, bei den Politikern sind
freilich 39 Prozent für drastische Gehaltserhöhungen.
Besonders schlecht schneiden die EU-Abgeordneten ab: 81 Prozent
der Bevölkerung hält sie für überbezahlt, kein einziger Normalbürger
hält sie für unterbezahlt. Unter den Politikern halten sie sechs
Prozent für unterbezahlt, 16 Prozent für überbezahlt.
Auch das Image der Nationalratsabgeordneten ist nicht gerade toll:
75 Prozent der Bevölkerung halten sie für überbezahlt - 11 Prozent
der Politiker halten sie für unterbezahlt. Die Minister finden 70
Prozent der Wähler überzahlt, aber 18 Prozent der Politiker für
unterbezahlt.
Unter den befragten Politikern kommt der Bundespräsident, den 29
Prozent für überbezahlt halten (Gesamtbevölkerung: 69 Prozent), am
schlechtesten Weg. Überraschend gut schneiden die
Landtagsabgeordneten ab, die von der Bevölkerung "nur" zu 64 Prozent
als überbezahlt gesehen werden, und der Bundeskanzler ab: Ihn finden
"nur" 60 Prozent der Wähler überbezahlt, 26 Prozent der Politiker
halten ihn für unterbezahlt.
OTS0155 2004-06-02/12:28
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