Eine Stadt der Kinder für Moldawien

Das neue Projekt von Pater Georg Sporschill

Wien (OTS) - Chisinau, am Pfingstmontag. Pater Georg Sporschill unterschreibt den Vertrag mit der Regierung Moldawiens. Eine CONCORDIA-Stadt für 300 verlassene Kinder wird entstehen.

Der österreichische Jesuitenpater überträgt sein Modell der Sozialarbeit für Straßenkinder von Rumänien nach Moldawien: "Meine rumänischen Freunde haben mich gedrängt - sie möchten weitergeben, was sie selbst empfangen haben." Mindestens 50.000 Kinder sind verlassen, weil die Eltern (ein Viertel der Bevölkerung von 4,5 Mill. Menschen) keine Arbeit haben und das tägliche Brot im Ausland suchen müssen. Moldawien liegt heute noch im Schatten Rumäniens, aber die Kinder sollen eine bessere Zukunft finden. Mit der Stadt der Kinder will P. Sporschill ein Beispiel geben. Kinderhäuser für kleine Gemeinschaften, Lehrwerkstätten, Spielplatz und Sporteinrichtungen werden gebaut. Die Schule des angrenzenden Dorfes muss für den neuen Ansturm erweitert werden.

Die Regierung Moldawiens hat das Grundstück am früher heiß umkämpften Niesterfluss zur Verfügung gestellt. Die Baufirma STRABAG mit Dr. Hans-Peter Haselsteiner besorgt unter schwierigen Bedingungen den Bau der Kinderhäuser. Der Koordinator des Stabilitätspaktes für Südosteuropa Dr. Erhard Busek übernimmt den politischen Schutz für das ehrgeizige Projekt.

Das Modell für ein Kinderhaus in Chisinau, der Hauptstadt Moldawiens, hat schon die Tore geöffnet. Zwei Jesuiten und junge Helfer aus Österreich nehmen Kinder auf und leisten Friedensarbeit im größten Waffenlager Osteuropas. Sie stecken die hungrige und begabte Jugend Moldawiens an, alle sprechen Rumänisch, Russisch und meist noch eine westliche Sprache. Sie möchten ihr Land aufbauen. Und die Jugend im Wohlstand sucht nach der Chance zu helfen. "Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt" ist das Motto von Pater Georg Sporschill.

Unsere Jugend und die Kinder von Moldawien stiften eine neue Freundschaft. Sie erweitern Europa und machen es menschlicher. Wer möchte "Bausteine" zur Stadt der Kinder beitragen oder gar ein Haus für sechzehn Kinder übernehmen?

"Heute haben mich Studenten über CONCORDIA ausgefragt. Sie wollten wissen, woher wir die Kräfte nehmen. Meine Antwort: von den Kindern, sie elektrisieren dich, wenn sie dich berühren und erfüllen dich mit überraschenden Kräften. Diese Kräfte kommen in gleicher Weise von den Freunden, mit denen uns die Kinder zusammenführen. Die Freunde sind Menschen, die auf Kinder und Schutzlose achten und großzügig sind. An solche Freunde zu denken, die uns die Kinder geschenkt haben, ist in sich schon ein Gebet. Da braucht es keine frommen Worte mehr. Trotzdem ist es eine Lust, diese Gefühle gelegentlich auszudrücken -im Abendgebet für die Wohltäter mit den Kindern und im Dank, der aus dem Herzen ausbricht. Dass dies alles Segen ist und bringt, davon bin ich fest überzeugt."

P. Georg Sporschill SJ

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Mag. Stephan Kopelent
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Sozialprojekte P. Georg Sporschill SJ

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