• 01.06.2004, 13:15:10
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Amon: Wirtschaftliche Verstrebungen der GPA müssen aufgeklärt werden

Sallmutter muss private Beteiligungen offenlegen

Wien, 1. Juni 2004 (ÖVP-PK) "Wenn selbst Rudolf Nürnberger als
Vorsitzender der Metallergewerkschaft und SPÖ-Parteifreund von Hans
Sallmutter die wirtschaftlichen Verstrickungen der Gewerkschaft der
Privatangestellten kritisiert, sollte sich der GPA-Vorsitzende
Sallmutter endlich Gedanken darüber machen, ob er eigentlich noch
Interessensvertretung betreiben will oder sich von dieser
gewerkschaftlichen Kernaufgabe bereits verabschiedet hat", sagte
heute, Dienstag, ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Werner Amon.
Angesichts der laufenden Fusionierungsdiskussion im ÖGB, der zur
Zeit wohl eher mit sich selbst als mit allem anderem beschäftigt
sei, stellte Amon fest, dass der ÖGB derzeit den Eindruck
vermittle, handlungsunfähig zu sein. ****

Besonderer Erklärungsbedarf bestehe für Amon im Bereich der
persönlichen Beteiligungen von GPA-Chef Hans Sallmutter. "Wie die
Medien vergangene Woche berichteten, ist Sallmutter als
Privatperson mit jeweils einem Prozent an Bauträgern beteiligt. Ich
fordere Sallmutter auf, umgehend seine privaten Beteiligungen an
Gesellschaften der GPA offen zu legen. Sallmutter kann nicht
zeitgleich Vorsitzender der GPA und auch Beteiligter sein", stellte
Amon klar.

Im Bereich der wirtschaftlichen Verstrebungen der
Gewerkschaften seien sich selbst die sozialdemokratischen
Gewerkschafter uneins. "Sallmutter muss sich die Frage gefallen
lassen, ob er Manager eines wirtschaftlichen Unternehmens oder
Interessensvertreter sein will", so Amon weiter.

Weiters hätten die Mitglieder der GPA ein Recht zu erfahren,
welche Projekte mit ihren Mitgliedsbeiträgen finanziert werden und
ob das alles in deren Sinne sei. "Ich kann mir nicht vorstellen,
dass zur gewerkschaftlichen Arbeit der Besitz einer Shopping-Mall
gehört", so Amon zur Gewerkschafts-Beteiligung an der Shopping-Mall
im Wiener Gasometer. "Ich fordere Sallmutter auf, die Beteiligungen
der GPA, deren wirtschaftliche Auswirkungen und seine persönlichen
Beteiligungen an Bauträgern umgehend offen zu legen", schloss Amon.

Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

OTS0152    2004-06-01/13:15

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