ÖAMTC fordert Ferienreiseverordnung mit "Bestandsgarantie"

Expertengruppe soll Lkw-Fahrverbote in den Ferien optimieren

Wien (ÖAMTC-Presse) - Auch heuer wird es wieder eine Ferienreiseverordnung geben. Wie jedes Jahr soll durch diese Verordnung verhindert werden, dass an reisestarken Sommerwochenenden Pkw und Lkw gemeinsam auf den Autobahnen stauen. "Die Ferienreiseverordnung hat sich in den vergangenen Jahren bewährt, weil dadurch das Verkehrsaufkommen in der Hauptreisezeit flüssig gehalten wird und die Zahl der Unfälle reduziert werden kann", sagt ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka.

Die Ferienreise-Verordnung 2004 ist ab 26. Juni wirksam. Von Ende Juni bis Anfang September gelten zusätzlich zum Wochenendfahrverbot Lkw-Fahrverbote an verkehrsstarken Freitagen und Samstagen auf den Hauptreise-Routen.

Der ÖAMTC sieht bei der Ferienreiseverordnung allerdings großes Verbesserungspotenzial: "Alljährlich wird diese Verordnung 'neu erfunden'. Es muss aber möglich sein, auf Basis der bisherigen Erfahrungen, eine Regelung zu treffen, die auch für die kommenden Jahre Bestand hat", erklärt Zelenka. Laut Club sollte diese Ferienreiseverordnung mit "Bestandsgarantie" folgende Punkte berücksichtigen:

  • Abstimmung der Fahrverbote mit den Ferienterminen der Nachbarländer.
  • Ausdehnung auch auf andere Ferien wie beispielsweise Weihnachten, Ostern und Pfingsten.
  • Aufnahme weiterer stark frequentierter Reiserouten wie insbesondere die Semmering Schnellstraße (S 6), Arlberg Schnellstraße (S 16), Murtal Schnellstraße (S 36) und die Friesacher Straße (B 317) in die Liste der für Lkw gesperrten Straßen.
  • Vereinheitlichung der unterschiedlichen Ausnahmen vom Lkw-Fahrverbot an Wochenenden und in Ferienzeiten.
  • Festschreiben des zeitlichen Geltungsbereiches in der Form, dass die Verordnung auch in kommenden Jahren gültig bleibt, vergleichbar mit der Formulierung für das Spike-Verbot. Dieses ist nämlich unabhängig vom Datum festgelegt.

Der ÖAMTC regt eine Arbeitsgruppe mit Experten des Verkehrsministeriums, Innenministeriums, der Wirtschafts- und Arbeiterkammer, des Kuratoriums für Verkehrssicherheit und der Autofahrerclubs an. Das Experten-Gremium sollte gemeinschaftlich eine Ferienreiseverordnung für die Zukunft erarbeiten, die den Anforderungen der Verkehrssicherheit und der Wirtschaft gerecht wird. Darin sieht der ÖAMTC die Fortsetzung der vor einem Jahr gestarteten Initiative "Sicherer Schwerverkehr", die sich zum Ziel gesetzt hat, Handlungsfelder aufzuzeigen, um den Lkw-Verkehr auf Österreichs Straßen sicherer zu machen.

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ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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