ÖVP pfeift auf Forderungen des Jugendlandtages!

Wien (OTS) - "Wenn eine Frau die ohnehin nicht leichte
Entscheidung getroffen hat, eine ungewollte Schwangerschaft abzubrechen, muss ihr diese Möglichkeit gewährt werden - egal wo!" meint die Landesvorsitzende der JUSOS Salzburg, Nadine Hiller.

Dass es bis dato in Salzburg noch nicht möglich ist, einen Schwangerschaftsabbruch durchzuführen, ist Anlass zum Handeln. Forderungen in diese Richtung hätte es bereits viele gegeben - auch von Seiten der Jugend. Sowohl der zweite als auch der dritte Jugendlandtag fordert Handlungsbedarf von Seiten der Politik. So wird "... die Möglichkeit, dass in allen Salzburger Krankenhäusern anonym Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen werden können" gefordert.

Trotz diesem eindeutigen Bekenntnis der Jugend für die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruches in Salzburger Landeskrankenhäusern spricht sich die ÖVP nach wie vor dagegen aus. "Der ÖVP scheinen die Anliegen der Jugendlichen und Frauen nicht wichtig zu sein", meint die stellv. Landesvorsitzende der Jusos Salzburg, Elisa Schenner.

Faule Ausreden!

Das Argument der ÖVP ist alt: Der Vorstand der Landesklinik würde die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen ablehnen und könne nicht dazu gezwungen werden. Doch dies ist mehr ein Abwälzen der Verantwortung. Wenn es zur Zeit kein Personal gibt, welches sich dazu bereit erklärt, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen, muss eben ein/e zusätzliche MedizinerIn angestellt werden. Das Land Salzburg ist schließlich der Spitalserhalter und kann daher sehr wohl Veränderungen veranlassen. "Wenn die Politik nicht in der Lage ist, hier etwas zu ändern - wer dann?" fragt sich Schenner, "Umso erfreulicher ist es daher, dass Landeshauptfrau Gabi Burgstaller Akzente in die richtige Richtung setzt."

Andreas Kollross, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), und Stefanie Vasold, Frauenpolitische Sprecherin der SJÖ, schließen sich den Forderungen der JUSOS Salzburg an:
"Ungewollte Schwangerschaften wird es immer geben. Abbrüche werden durch ein Verbot nur in der Illegalität durchgeführt, wo das Risiko an Folgewirkungen zu leiden oder sogar zu sterben ungleich größer ist. Der ÖVP Salzburg ist in diesem Zusammenhang auszurichten, dass sie sich mit ihrer Weigerung dezidiert gegen die Interessen und gegen Selbstbestimmung von Frauen über ihren Körper aussprechen. Die ÖVP sollte sich endlich mit der tatsächlichen Lebensrealität von Frauen auseinandersetzen."

Rückfragen & Kontakt:

Nadine Hiller
Tel.: 0699/11367351

Elisa Schenner
Tel.: 0664/5603905

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