- 28.05.2004, 10:00:00
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"Konsument"-Test: Fahrradträger
Größter Schwachpunkt sind die Grundträger fürs Dach. Große Preisunterschiede.
Wien (OTS) - Wackelig auf dem Dach montierte Fahrräder können
Autofahrer beim Hinterherfahren ganz schön Angst machen. Wie muss das
wohl erst bei einem Crash sein, wenn die Ladung womöglich in hohem
Boden davonfliegt? Das Testmagazin "Konsument" präsentiert in seiner
aktuellen Ausgabe 15 Fahrradträger - für Dach, Heckklappe und
Anhängerkupplung - und analysiert deren Vor- und Nachteile sowie das
Risiko-Potenzial. Ernüchterndes Fazit: Wirklich empfehlenswert ist
kein System.
Das größte Sicherheitsmanko liegt beim Dachtransport. Die Gefahr
geht aber nicht vom Fahrradträger selbst aus, sondern vom
Grundträger, der sich meist nicht wirklich fest mit dem Fahrzeug
verschrauben lässt. Beim Aufpralltest mit 30 Stundenkilometer flog
die Ladung samt Träger und Halterung davon. Bei einer Montage am Heck
oder auf der Anhängerkupplung besteht hingegen die Gefahr, dass bei
plötzlichen Richtungsänderungen oder einem Crash die Fahrräder gegen
die Karosserie gedrückt werden. Dabei entsteht zwar kein
Sicherheitsrisiko wie bei davonfliegenden Rädern, allerdings drohen
schon im normalen Alltag Kratzer und Beulen am Auto. Vorteil von
Heck- und Kupplungsträgern: Das Auf- und Abladen der Räder ist
wesentlich leichter als bei Dachträgern.
Im Fahrtest mit Bremsmanövern und Slalomstrecken zeigten
Dachträger die besten Leistungen, gefolgt von Heckträgern.
Kupplungsträger enttäuschten vor allem beim Slalomfahren. Abgesehen
vom etwas schwierigen Auf- und Abladen der Räder spricht fast alles
für Dachträger. Allerdings nur, wenn der Grundträger direkt mit dem
Fahrzeug oder der Dachreling verschraubt werden kann - was nur bei
wenigen Modellen von BMW, Ford, Opel, Peugeot, Saab und Volvo der
Fall ist. Sie verfügen über Gewindelöcher zum Verschrauben im Dach.
Angesichts der schlechten Ergebnisse im Aufpralltest appelliert
"Konsument" an die Autoindustrie, hier nachzuziehen.
Zu beachten ist, dass Dachträger einzeln verkauft werden. Um
beispielsweise drei Räder auf dem Dach zu transportieren, benötigt
man drei Dachträger sowie den zum Fahrzeug passenden Grundträger. Da
kommt ein Heckträgersystem in der Regel billiger, dagegen sind
Kupplungsträger alles in allem die teuerste Variante.
Welche Fahrradträger für wen sowie Details zu den Ergebnissen
präsentieren "Konsument" und www.konsument.at.
OTS0042 2004-05-28/10:00
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