ANDREAS KHOL EMPFÄNGT CHILENISCHEN PARLAMENTSPRÄSIDENTEN Österreich und Chile wollen Wirtschaftsbeziehungen intensivieren

Wien (PK) – Nationalratspräsident Andreas Khol hat Montag Nachmittag seinen chilenischen Amtskollegen, den Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Pablo Lorenzini Basso, zu einem Gedankenaustausch empfangen. Schwerpunkt des Gespräches waren die Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und Chile sowie die Erweiterung der Europäischen Union.

Der chilenische Parlamentspräsident wurde von Abgeordneten aus fünf der sechs Parlamentsparteien begleitet. Seit dem Ende der Militädiktatur 1990 hat sich im südamerikanischen Land ein stabiles demokratisches System entwickelt. Auf diese Errungenschaft ging Nationalratspräsident Andreas Khol zuerst ein und lobte die Chilenen für deren erfolgreiche Überwindung des „blutigen und ungerechten" Regimes.

Seit dem Ende der Ära Pinochet und der Übernahme der Regierungsgeschäfte durch das Parteienbündnis „Concertacion" wurden durch die Regierungen Aylwin, Frei und seit 2000 Lagos vermehrt außenpolitische Kontakte mit der EU angestrebt. Die EU ist in ihrer Gesamtheit Chiles größter Handelspartner und im November 2002 wurde zwischen der Union und Chile ein umfassendes Assoziationsabkommen abgeschlossen. Präsident Lorenzini Basso sagte, dass das Handelsvolumen zwischen Österreich und Chile noch relativ niedrig sei und stellte die noch nicht erfolgte Ratifizierung des Abkommens durch das österreichische Parlament an den Anfang seiner Ausführungen. Andreas Khol meinte dazu, dass gerade durch das Abkommen der von Basso erhoffte Aufschwung eintreten solle und versprach eine Ratifizierung des Abkommens im Nationalrat noch vor der Sommerpause.

Bei dem Gedankenaustausch wurde neben Wirtschaftsthemen vor allem die EU-Osterweiterung erörtert. Nationalratspräsident Khol zeigte seinen chilenischen Gästen die Vor- und Nachteile der Erweiterung auf. Die chilenische Delegation interessierte sich besonders für die Binnenmigration, den Schutz der Außengrenzen und die Einbindung der neuen Mitgliedsstaaten in den Wirtschaftsraum. Andreas Khol unterstrich in seinen Ausführungen die integrative Funktion Österreichs, das mit dem Großteil der Beitrittsstaaten schon seit Jahrhunderten über die Habsburgermonarchie verbunden gewesen sei. Dadurch kenne man sich, so Khol, und einem Zusammenwachsen stünde nichts im Wege. (Schluss)

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