• 21.05.2004, 09:40:51
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Vorsorgeuntersuchung: Männer sehr erwünscht

Wien (OTS) - Laut aktuellem Gesundheitsbericht sterben Österreichs
Männer rund 6 Jahre früher als Frauen. Sie fühlen sich zwar gesünder,
sind aber häufiger krank. Die Vorsorgeuntersuchung soll nun
geschlechterspezifisch auf den neuesten Stand gebracht werden und
Männer motivieren, sich untersuchen zu lassen.

Zwt.: "Vorsorge-Muffel" Mann

Als erste Stadt Europas hat Wien die Gesundheit der Männer einer
genauen Analyse unterzogen. Der aktuelle Männergesundheitsbericht,
dessen bundesweiter Erhebungszeitraum zwischen 1999-2003 lag, gibt
Auskunft über den Gesundheitszustand und spezielle gesundheitliche
Risiken der Männer. Laut Statistik leben Frauen im Durchschnitt um
rund 6 Jahre länger als Männer. Hauptverantwortlich dafür sind
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Unfälle, hoher Alkohol- und
Nikotinkonsum und Selbstmorde. Hinzu kommen eine höhere
Risikobereitschaft, ein sorgloserer Umgang mit Körper und Psyche, und
ein mangelndes Vorsorgebewusstsein der Männer.

Allerdings gehen mehr Menschen zur Vorsorgeuntersuchung, jedoch
nur ein Drittel davon Männer. Ursache dafür ist, dass Männer zögern
über ihre Schmerzen und Beschwerden zu reden, und daher erst sehr
oder zu spät zum Arzt gehen. Eine Vorsorgeuntersuchung kann früher
helfen.

Was passiert bei der Vorsorgeuntersuchung?

Im Grunde geht es darum, sich einen Überblick über seinen
Gesundheitszustand zu verschaffen. Neben der persönlichen
Risikoanalyse liegen die Aufgaben der Vorsorgeuntersuchung im
Früherkennen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Arteriosklerose
sowie Blut-Hochdruck. Genauso wichtig ist es natürlich, mögliche
Krebserkrankungen frühzeitig zu erkennen. Denn durch die rechtzeitige
Behandlung können Krankheiten, aber auch Schmerzen und Spätfolgen
verhindert werden. Schließlich stehen noch eine mögliche
Zuckerkrankheit und Stoffwechselkrankheiten sowie chronische
Erkrankungen der Atmungsorgane im Mittelpunkt dieses
"Gesundheits-Checks".

Der Ablauf einer Vorsorgeuntersuchung

Die Vorsorgeuntersuchung gliedert sich in ein Basisprogramm, bei
dem eine Erhebung der Krankengeschichte, der klinischen
Untersuchungen, Laboruntersuchungen, sowie die Feststellung von
eventuellen Risikofaktoren (wie zum Beispiel Rauchen, Übergewicht,
Unsportlichkeit) zusammengefasst werden.

Dieses Basisprogramm wird bei Frauen bei Bedarf durch ein
gynäkologisches Zusatzprogramm ergänzt. Es beinhaltet eine
gynäkologische Anamnese und einen Zellabstrich. Hinzu kommt für
Frauen ab dem 40. Lebensjahr eine Röntgenuntersuchung der Brust, die
in 2-Jahres-Abständen wiederholt werden sollte.

Die Laboruntersuchung des Basisprogramms beinhaltet die
Bestimmung des Cholesterin-spiegels, der Triglyzeride (Speicherfett),
der Harnsäure und des Blutzuckers. Der Harnsäurespiegel wird bei
Frauen erst ab dem 50. Lebensjahr, bei Männern schon ab dem 45.
Lebensjahr im Zuge der Prostatauntersuchung erhoben. Hierbei wird
mittels Tastbefund untersucht, ob eine Erkrankung oder Vergrößerung
der Prostata vorliegt.

Ab dem 40. Lebensjahr gehört zusätzlich, für Männer und Frauen,
eine Untersuchung des Stuhls auf Blutspuren. Eine Abtastung des
Bauchraumes, die Erstellung eines EKGs und eine Untersuchung des
Hals-Nasen-Ohren Bereichs sind weitere Optionen.

Zwt.: Das Abschlussgespräch

Ein wesentlicher Bestandteil der Vorsorgeuntersuchung ist das
Abschlussgespräch. Hier werden dem Patienten die Ergebnisse seiner
Untersuchungen von einem Arzt erläutert. Dieser teilt dem Patienten
seinen aktuellen Gesundheitszustand mit und bespricht festgestellte
Risikofaktoren. Abschließend wird der Patient informiert, wie er
Risikofaktoren senken und seinen Lebensstil verändern kann, um zu
einer Verbesserung seines Gesundheitszustandes beizutragen.

Einmal pro Jahr zur Vorsorgeuntersuchung

Anspruch auf eine jährliche Vorsorgeuntersuchung haben
Versicherte und ihre Angehörigen ab dem vollendeten 19. Lebensjahr.
Der einzige Unterschied besteht darin, dass bei Nichtversicherten die
Kosten der Bund zu tragen hat und nicht - wie üblich - die jeweilige
Krankenkasse. Durchgeführt werden kann die Vorsorgeuntersuchung von
niedergelassenen Ärzten, in Ambulatorien der
Kassenversicherungsträger und auch direkt bei der MA 15. Auch in
Groß-, Klein- und Mittelbetrieben werden Vorsorgeuntersuchungen
seitens der MA 15 angeboten.

Nähere Infos auch unter:
o http://www.wien.gv.at/index/maennergesundheit.htm
o http://www.wien.gv.at/ma15/gupunkte.htm
o http://www.krebshilfe.at
(Schluss) red

OTS0039    2004-05-21/09:40

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK

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