Keine faulen Kompromisse auf dem Rücken der österreichischen Bauern

Freiheitliche Bauernschaft möchte Verhandlungsergebnis erst prüfen und dann beurteilen

Klagenfurt, 2004-05-19 (fpd) Weitaus kritischer als der ÖVP Bauernbund gibt sich der Obmann der Freiheitlichen Bauernschaft, NRAbg. DI Uwe Scheuch. "Als Bundesobmann der Freiheitlichen Bauernschaft werde wir den ausverhandelten Kompromiss zum Bundestierschutzgesetz im Zuge einer außerordentlichen Bundesvorstandssitzung der Freiheitlichen Bauernschaft genau überprüfen", so Scheuch in einer ersten Stellungsnahmen zur Einigung im Bundestierschutzgesetz.

Für Scheuch war von Anfang an ein fairer Umgang mit den österreichischen Bäuerinnen und Bauern Grundvoraussetzung für eine Zustimmung im Parlament. "Die Freiheitliche Bauernschaft bekennt sich natürlich zu einem bundesweiten Tierschutz. Aber nur unter der Voraussetzung, dass man den klein- und mittelständischen bäuerlichen Betrieben ein faires wirtschaften und überleben ermöglicht", so Scheuch weiter. Kein Verständnis gebe es dafür, wenn durch überzogene Forderungen den bäuerlichen Betrieben massive Wettbewerbsnachteile gegenüber Großkonzernen und Agrarlobbys aus dem nun erweiterten Europa entstehen.

Sehr verwundert zeigte sich Scheuch über die Haltung des ÖVP-Bauernbundes. "Anscheinend hat der sonst so wortgewaltige Bauernbund in dieser Sache die Interessen der Bäuerinnen und Bauern zugunsten eines dringend nötigen Wahlerfolges von Bundeskanzler Schüssel geopfert", so Scheuch abschließend in Richtung ÖVP.

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