- 17.05.2004, 10:19:32
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FCG: AK-Wahlanalyse: "Die ArbeitnehmerInnen wollen Gipfelfotos und keine Wanderromantik in der Politik!"
Wien (OTS) - Die Fraktion Christlicher Gewerkschafter hält nichts
von einer Verkaufsstrategie für politische Wege, die nicht
zielführend sind, sondern fordert Berichte über das Erreichen von
echten politischen Zielen, sagte heute FCG-Bundesvorsitzender und
ÖGB-Vizepräsident Karl Klein.
Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben bei den AK-Wahlen
deutlich gemacht, dass nicht der "Weg schon das Ziel" ist, sondern in
der Politik zielführende Wege nötig seien, die den Menschen die
Hoffnung geben, dass politische Ziele wie Gemeinwohl, Gerechtigkeit
und soziale Sicherheit auch erreicht werden. Die Menschen bringen
keine Opfer, wenn dadurch nichts besser erlebbar wird, sondern bloß
Budgetzahlen saniert werden sollen. Die notwendige Gestaltung des
Staatshaushaltes ist ein Weg, aber kein politisches Ziel!
Das Hinauszögern wichtiger Entscheidungen die z.B. das Ziel einer
gerechten Altersversorgung für alle erreichen sollen, wird von den
ArbeitnehmerInnen nicht akzeptiert.
Obwohl es einen klaren politischen Gegenwind gegeben hat, haben
ÖAAB und FCG ein achtbares Gesamtergebnis erbracht, was vor allem auf
den enormen Einsatz der Kandidaten und der BetriebsrätInnen
zurückzuführen ist. Dafür herzlichen Dank!
Die AK-Wahlen haben gezeigt, dass Fehler in der politischen
Landschaft auf allen Ebenen immer jenen wahlwerbenden Gruppen
angelastet werden, die zum jeweiligen politischen Lager zählen.
Die FCG fordert daher, dass Reformschritte symmetrisch und nicht
asymmetrisch gesetzt und vor allem den Arbeitnehmervertretungen mehr
Mitgestaltungsmöglichkeiten eingeräumt werden. Andere
gesellschaftliche Gruppen hatten schon ihre Chance, sie wurde nur
gegen die ArbeitnehmerInnen aber nicht gemeinwohlfördernd genutzt.
Jetzt sind wir dran, schloss Klein, der als erstes Signal eine
sinnvolle Einigung in der Frage der Pensionsharmonisierung fordert.
OTS0059 2004-05-17/10:19
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