• 14.05.2004, 12:27:32
  • /
  • OTS0170 OTW0170

Strobl: FP-Schock hat Technologieoffensive Wiens verschlafen!

Wien (SPW-K) - "In seinem Bestreben, Wien mit parteipolitisch
motivierten, blindwütigen Attacken madig zu machen, hat Stadtrat
Schock offensichtlich die in den letzten Jahren stattgefundene
umfassende Technologieoffensive Wiens verschlafen", kommentierte
Freitag der Vorsitzende des Finanz- und Wirtschaftsausschusses des
Wiener Gemeinderates, Kommerzialrat Fritz Strobl, die Forderung des
FPÖ-Politikers, Wien müsse infolge der in jüngster Zeit von
Privatunternehmen verstärkt getätigten Kündigungen mit Hilfe
technologiepolitischer Impulsen gegensteuern. "Genau das macht Wien
seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre besonders ausgeprägt. Dadurch
ist es möglich, zumindest einen Teil der Arbeitsplatzverluste vor
allem im qualitativ hochwertigen Bereich zu kompensieren", betonte
Strobl in seiner Replik im Pressedienst der SPÖ Wien.

Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen merkte Strobl an, dass
Wien - so wie andere Städte auch - einem einschneidendem
Strukturveränderungsprozess in der Wirtschaft ausgesetzt sei. Strobl:
"Die Wiener Stadtregierung hat jedenfalls im Sinne der
Konkurrenzfähigkeit darauf reagiert und nicht zuletzt mit großzügigen
Förderungen die gewünschte Wandlung zum High Tech-Standort, speziell
in der Biotechnologie, vollzogen. Dass Wien als Standort sowohl für
heimische als auch und vor allem ausländische Unternehmen attraktiv
ist, untermauert auch der im vergangenen Jahr erzielte Rekord bei den
Betriebsansiedlungen. Jeder zweite Betrieb, der aus dem Ausland nach
Österreich kommt, wählt Wien als Standort. Dadurch wurden im
vergangenen Jahr 1.000 Arbeitsplätze geschaffen und 1,1 Milliarden
Euro investiert. 60 Prozent aller Auslandsinvestitionen in Österreich
erfolgen in Wien", hob Strobl hervor.

"Wien hat die höchste Forschungsquote aller Bundesländer. Mit 3,5
Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) liegt sie deutlich höher als
im österreichweiten Durchschnitt (1,9 Prozent des BIP)", führte
Strobl weiter aus. Er wies zudem darauf hin, dass die
Forschungsförderung der Stadt Wien seit Mitte der 90er Jahre auf das
Dreifache gestiegen sei. Seit 1997 habe Wien rund 350 Millionen Euro
für technologiepolitische Maßnahmen aufgewendet. Nicht zuletzt auf
der Grundlage dieser Förderung habe sich die Stadt zu einem
international herausragenden Biotech-Standort entwickelt. Das
dokumentiere, so der Wirtschaftspolitiker, u.a. der nun in Angriff
genommene umfassende Ausbau der Wiener Niederlassung des weltweit
operierenden Pharmakonzerns Baxter. Tausende neue Arbeitsplätze seien
insgesamt in den letzte Jahren in Wien im High Tech-Bereich
geschaffen worden, sagte Strobl.

Ohne das energische Gegensteuern der Stadt wäre die Situation am
Arbeitsmarkt noch deutlich schlimmer. Wien macht also auch und vor
allem in der Technologiepolitik im Gegensatz zum Bund sogar noch viel
mehr als seine Hausaufgaben. Stadtrat Schock wäre daher gut beraten,
seine Forderungen an seine Parteifreunde in der Bundesregierung und
an den Koalitionspartner ÖVP zu richten. Dort gäbe es gerade auch auf
dem Technologiesektor eine Menge nachzuholen, schloss Strobl.
(Schluss)

OTS0170    2004-05-14/12:27

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS1

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel