LH Haider sieht für Kärntner Unternehmen große Chancen im Iran

Viele konkrete Ergebnisse - Kooperationen bei Landwirtschaft, Umwelt, Technologie, Krankenhausbau, Sicherheitsanlagen

Klagenfurt (LPD) - Über zahlreiche konkrete Wirtschaftsprojekte
und Möglichkeiten zu wirtschaftlicher Kooperation informierte heute, Freitag, Landeshauptmann Jörg Haider nach seiner mit Vizekanzler Hubert Gorbach und einer Wirtschaftsdelegation durchgeführten jüngsten Reise in den Iran. Der Landeshauptmann sagte, Ziel sei es gewesen, Wirtschaftsprojekte umzusetzen. Bereits Bundespräsident Thomas Klestil und eine Wirtschaftsdelegation waren 2003 im Iran gewesen und haben Kontakte geknüpft und vertieft. Haider wies auf die traditionell guten Kontakte zwischen Österreich und dem Iran hin. Rund 200 österreichische Firmen sind bereits im Iran tätig. Besonders wichtig seien die Ratifizierung des Investitionsschutzabkommens (zum Schutz der Investoren) sowie die Einigung über das Doppelbesteuerungsabkommen (zur Vermeidung doppelter Steuer) gewesen.

Für Kärntner Firmen gebe es viele gute Möglichkeiten, etwa im Bereich der Landwirtschaft (Erntemaschinen), Bewässerungsanlagen und im Technologiebereich. Einen Kooperationsvertrag mit der Technologieholding der iranischen Regierung habe es bereits 2001 gegeben. Eine Chipdesignerfirma werde nach Kärnten (Lakeside-Softwarepark) kommen und einen joint-venture bilden, weil hier zahlreiche Kooperationspartner vorhanden seien. Die Ansiedlung würde 30 bis 40 Arbeitsplätze bedeuten, sagte der Landeschef.

Heuer noch werde ein Workshop im Umweltbereich seitens der Kärntner Firmen für Iraner angeboten. Gerade die Sicherung bzw. das Management der Trinkwasserversorgung sowie die Nutzung der Sonnenenergie seien für den Iran vorrangige Anliegen. Auch ein Stipendium für einen Wissenschafter werde angeboten.

Weitere Chancen hätten Österreich und Kärnten bei der Sanierung und der Errichtung von Krankenanstalten im Iran. Hier liege das Auftragsvolumen bei rund 400 Mio. Euro. Gerade auch im Eisenbahnausbau könne Österreich mitwirken. Insgesamt sei die Bandbreite für das wirtschaftliche Engagement im Iran enorm, verwies Haider auf das Beispiel des neuen Systems der biometrischen Gesichtserkennung, das unter anderem auf Flughäfen zum Einsatz kommen solle. Eine darauf spezialisierte Firma könnte sich ebenfalls im Lakeside-Softwarepark nahe der Klagenfurter Universität niederlassen, erwähnte Haider.

Hochinteressante Gespräche habe es auf politischer Ebene mit dem Präsidenten der Islamischen Republik Iran, Präsident Mohammad Khatami, Parlamentspräsident Mehdi Karroubi, Umweltministerin Masoumeh Ebtekar, Verkehrsminister Ahmad Khorram und Industrieminister Eshaq Jahangiri gegeben. Khatami wolle den von ihm initiierten Dialog der Zivilisationen auch nach Auslaufen seiner nunmehrigen zweiten Amtsperiode fortführen. Er wolle dies in Form einer Stiftung bzw. internationalen Plattform tun. Es gebe realistisches Interesse, dies in Österreich anzusiedeln. Kärnten wäre dafür besonders geeignet, so Haider.
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