• 14.05.2004, 11:47:37
  • /
  • OTS0144 OTW0144

LH Haider sieht für Kärntner Unternehmen große Chancen im Iran

Viele konkrete Ergebnisse - Kooperationen bei Landwirtschaft, Umwelt, Technologie, Krankenhausbau, Sicherheitsanlagen

Klagenfurt (LPD) - Über zahlreiche konkrete Wirtschaftsprojekte
und Möglichkeiten zu wirtschaftlicher Kooperation informierte heute,
Freitag, Landeshauptmann Jörg Haider nach seiner mit Vizekanzler
Hubert Gorbach und einer Wirtschaftsdelegation durchgeführten
jüngsten Reise in den Iran. Der Landeshauptmann sagte, Ziel sei es
gewesen, Wirtschaftsprojekte umzusetzen. Bereits Bundespräsident
Thomas Klestil und eine Wirtschaftsdelegation waren 2003 im Iran
gewesen und haben Kontakte geknüpft und vertieft. Haider wies auf die
traditionell guten Kontakte zwischen Österreich und dem Iran hin.
Rund 200 österreichische Firmen sind bereits im Iran tätig. Besonders
wichtig seien die Ratifizierung des Investitionsschutzabkommens (zum
Schutz der Investoren) sowie die Einigung über das
Doppelbesteuerungsabkommen (zur Vermeidung doppelter Steuer) gewesen.

Für Kärntner Firmen gebe es viele gute Möglichkeiten, etwa im
Bereich der Landwirtschaft (Erntemaschinen), Bewässerungsanlagen und
im Technologiebereich. Einen Kooperationsvertrag mit der
Technologieholding der iranischen Regierung habe es bereits 2001
gegeben. Eine Chipdesignerfirma werde nach Kärnten (Lakeside-
Softwarepark) kommen und einen joint-venture bilden, weil hier
zahlreiche Kooperationspartner vorhanden seien. Die Ansiedlung würde
30 bis 40 Arbeitsplätze bedeuten, sagte der Landeschef.

Heuer noch werde ein Workshop im Umweltbereich seitens der
Kärntner Firmen für Iraner angeboten. Gerade die Sicherung bzw. das
Management der Trinkwasserversorgung sowie die Nutzung der
Sonnenenergie seien für den Iran vorrangige Anliegen. Auch ein
Stipendium für einen Wissenschafter werde angeboten.

Weitere Chancen hätten Österreich und Kärnten bei der Sanierung
und der Errichtung von Krankenanstalten im Iran. Hier liege das
Auftragsvolumen bei rund 400 Mio. Euro. Gerade auch im
Eisenbahnausbau könne Österreich mitwirken. Insgesamt sei die
Bandbreite für das wirtschaftliche Engagement im Iran enorm, verwies
Haider auf das Beispiel des neuen Systems der biometrischen
Gesichtserkennung, das unter anderem auf Flughäfen zum Einsatz kommen
solle. Eine darauf spezialisierte Firma könnte sich ebenfalls im
Lakeside-Softwarepark nahe der Klagenfurter Universität niederlassen,
erwähnte Haider.

Hochinteressante Gespräche habe es auf politischer Ebene mit dem
Präsidenten der Islamischen Republik Iran, Präsident Mohammad
Khatami, Parlamentspräsident Mehdi Karroubi, Umweltministerin
Masoumeh Ebtekar, Verkehrsminister Ahmad Khorram und
Industrieminister Eshaq Jahangiri gegeben. Khatami wolle den von ihm
initiierten Dialog der Zivilisationen auch nach Auslaufen seiner
nunmehrigen zweiten Amtsperiode fortführen. Er wolle dies in Form
einer Stiftung bzw. internationalen Plattform tun. Es gebe
realistisches Interesse, dies in Österreich anzusiedeln. Kärnten wäre
dafür besonders geeignet, so Haider.
(Schluss)

OTS0144    2004-05-14/11:47

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel