- 14.05.2004, 11:13:01
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Morak zum terrestrischen Digitalfernsehen in Österreich: bis 2007 unter den Top 10 Europas
Start des Testbetriebs für digitales terrestrisches Fernsehen in Graz
Wien/Graz (OTS) "Seit zehn Tagen läuft nun der Pilotversuch in
Graz, der das ‚Fernsehen der Zukunft' Realität werden lässt. Das ist
besonders erfreulich, da wir vor etwa drei Jahren mit dem Beschluss
des Privatfernsehgesetzes auch den Grundstein für Digitalfernsehn
gelegt haben. Wir haben damals als Schlusslicht Europas im
elektronischen Bereich einen beherzten, medienpolitischen
Aufholprozess begonnen. Knapp drei Jahre später sind wir der Zukunft
bedeutend näher gekommen", so Medienstaatssekretär Franz Morak
gestern abend bei der Eröffnung des Gala-Symposions in Graz
anlässlich des kürzlich gestarteten Pilotversuchs für digitales
terrestrisches Fernsehen in der Steiermark.
Die Einführung von Digitalfernsehn in Österreich erfolge vor dem
Hintergrund einer schwierigen Marktsituation. Um hier Impulse zu
setzen, habe die Bundesregierung ein entsprechendes Instrumentarium
geschaffen, den mit 7,5 Mio. Euro dotierten bei der RTR
eingerichteten Digitalisierungsfonds. Darüber hinaus definiere auch
die derzeit in Begutachtung befindliche Novelle zum Privatradio-,
Privatfernseh- und KommAustria Gesetz die rechtlichen
Rahmenbedingungen, unter denen ein Umstieg in Österreich erfolgen
soll. "Wesentlich dabei ist die Gewährleistung des
diskriminierungsfreien Zugangs zu Multiplex-Plattformen sowie den
zugehörigen Einrichtungen und die Auflage für den Multiplexbetreiber,
ein meinungsvielfältiges und österreichbezogenes Programmbouquet zu
verbreiten. Die Ausschreibung für den Multiplexer soll bereits im
kommenden Jahr erfolgen", kündigte Morak an.
Damit rechtzeitig die entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden
können, würde "eine Verzögerung dieser Gesetzmaterien nicht nur die
zukunftsorientierte Entwicklung in Österreich sondern auch den
Medienstandort Österreich gefährden. Eine rasche Umsetzung, die sich
an europäischen Standards orientiert, muss daher prioritäres Ziel
verantwortungsvoller Medienpolitik sein", betonte der Staatssekretär.
Außerdem werde es nicht möglich sein "sich von diesem internationalen
Prozess abzukoppeln. Wir sollten daher alles unternehmen, um uns an
die Spitze dieser technologischen Umwälzung zu setzen. Unser Ziel ist
es, bis 2007 zu den Top 10 Europas zu gehören", kündigte der
Staatssekretär an. Bei aller technischen und wirtschaftlichen
Diskussion habe aber weiterhin der Rezipient und Mediennutzer im
Vordergrund zu stehen. Der Mehrwert für jeden Einzelnen müsse klar
ersichtlich sein. Abschließend dankte der Staatssekretär den weiteren
Kernpartnern ORF, Telekom und Siemens für ihr Engagement in diesem
Projekt und dem Land Steiermark für die Ermöglichung des
Pilotversuchs in Graz.
OTS0115 2004-05-14/11:13
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