- 14.05.2004, 09:53:22
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Unappetliche Zustände in einigen Landstraßer Lokalen
Überprüfung von Magistrat, Zoll und Polizei brachten zahlreiche Anzeigen
Wien (OTS) - Aufgrund massiver Beschwerden seitens der Bevölkerung
hat es im 3. Bezirk in der Nacht von Donnerstag auf Freitag neuerlich
eine umfassende Lokalkontrolle gegeben. Von den 19 Lokalen waren nur
wenige in sehr gutem Zustand. Die unter der Leitung des Wiener
Magistrats durchgeführte Schwerpunktaktion ergab: eine Festnahme nach
dem Fremdenrecht, sechs Anzeigen und sechs Organstrafmandate wegen
Missachtung der Hygienebestimmungen in den Küchen, drei Musikanlagen
spielten zu laut, eine weitere nicht genehmigte Musikbox wurde still
gelegt. In weiteren vier Fällen wurde gegen Bestimmungen der
Gewerbeordnung verstoßen. Ein Lokal wurde aufgrund der fehlenden
Gewerbeberechtigung geschlossen und zwei illegal beschäftigte
Ausländer wurden angezeigt.
Weinverkostung im Friseurladen
In einem Friseurgeschäft konnte man sich nicht nur die Haare
schneiden, sondern auch Wein einschenken lassen. Zudem fanden
Mitarbeiter des Marktamtes auch einen verwesten Speisefisch und eine
Kühltruhe voller verdorbener Waren. In einer Küche eines Lokals nahe
der Landstraßer Hauptstraße fanden die Behörden ein Stück Fleisch,
das bereits vom Schimmel befallen war.
Weiters flog ein nicht Swingerklub nahe der Franzensbrücke auf.
Besitzer war keiner anzutreffen, lediglich drei Gäste, die ihre
alkoholischen Getränke nach eigenen Aussagen selbst in den Klub
mitgebracht hatten. Gegen den Mieter dieses Etablissements wurde
nicht zuletzt auch wegen des Verstoßes gegen die Bauordnung Anzeige
erstattet, weil es zum Beispiel keine Notausgänge gab und die
Räumlichkeiten nicht als Schlafstätte genehmigt war.
Bezirksvorsteher nahm an Kontrollen teil
Der Bezirksvorsteher des 3. Bezirkes, Erich Hohenberger, war bei
der Schwerpunktaktion bis Mitternacht persönlich dabei: "Wir wollen
die schwarzen Schafe erwischen und diese kontinuierlich reduzieren,"
sagte er gegenüber der Rathauskorrespondenz. Die Bürger sollen nach
Ansicht Hohenbergers das Gefühl haben, dass sich die Behörde um die
Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen bemüht und den Beschwerden
ständig nachgeht. Der Chef des Büros für Sofortmaßnahmen, Ernst Graf,
versprach, den Wünschen des Bezirkes nach scharfen Kontrollen
weiterhin intensiv nach zu kommen. Graf: "Wie auch bereits in anderen
Bezirken wie beispielsweise in Favoriten, wo man seit vier Jahren
laufend auffällig gewordene Lokale inspiziert, sprechen sich solche
Aktionen schnell herum ! So wird sich der Zustand der wenigen
Landstraßer Problemlokale auch bald wesentlich verbessern." (Schluss)
hl
OTS0056 2004-05-14/09:53
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