Peter Ambrozy neuer ASA-Präsident

Alpenmanifest bei ASA-Jahrestagung in Klagenfurt beschlossen

Klagenfurt (SP-KTN) - Die ASA (Arbeitsgemeinschaft der Sozialisten im Alpenraum) hat einen neuen Präsidenten. Auf den Italiener Mauro Bondi folgt mit LHStv. Peter Ambrozy ein Kärntner als Oberhaupt der Alpensozialisten. Das hat die ASA bei ihrer Jahrestagung in Klagenfurt beschlossen. "Ich freue mich auf die neue Aufgabe und werde meinen Schwerpunkt insbesondere auf die gemeinsame Verhinderung der Gentechnikfreisetzung und den Schutz des Alpenraumes setzen und deshalb auch zu einer ASA-Fachtagung zum Thema Gentechnik an den Wörthersee laden", stellte Ambrozy am Donnerstag als Reaktion auf die Wahl zum Präsidenten fest.

"Die ASA ist eine politische Organisation, die sich seit über 30 Jahren zum Ziel setzt, die grenzüberschreitenden Probleme im Alpenraum anzugehen und darüber einen öffentlichen Diskurs anzuregen, als die ASA begonnen hat, haben uns die Konservativen in Europa noch belächelt, das war ein Fehler, denn inzwischen ist aus der ASA immerhin die Alpenkonvention hervorgegangen", sagte Ambrozy und würdigte auch die Arbeit Mauro Bondis. "Im vergangenen Jahr ist uns das mit zahlreichen Veranstaltungen sehr gut gelungen, aus der ASA-Tagung zum Thema Wasser wurde in Kärnten sogar eine Landesausstellung", zog Bondi stolz Bilanz.

Verabschiedet wurde zum Schutz des Alpenraumes ein Manifest unter dem Titel "Die Alpen sind Leben, les Alpes, C’est la vie, Alpe so zivljenje, le Alpi sono vita". Das Manifest enthält zehn programmatische Punkte, welche die gemeinsamen Themen aller Alpenregionen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken und in der nächsten Zeit politische Initiativen erfordern", präsentierte der stellvertretende Klubobmann der Sozialdemokraten im Kärntner Landtag das neue ASA-Papier. Die Themen betreffen den Alpenraum als "gemeinsames Haus", die Kultur, den Fremdenverkehr, die Landwirtschaft, auch in der Funktion des Landschaftsschutzes, die Wirtschaft, den Verkehr, das Alpengebiet als Naturlandschaft, Europa, die Migration sowie den Einsatz und das Primat der Politik gegen die Interessen weniger.

"Die ASA geht vom Grundsatz aus, dass die Alpenregionen sich entwickeln können, ohne dass die natürlichen, kulturellen und sozialen Ressourcen zerstört werden, und dass alle Gebiete am wirtschaftlichen Gedeihen entsprechend teilhaben sollen", meinte Ambrozy und kündigte weitreichende Initiativen der Kärntner Sozialdemokraten gegen die Freisetzung von Gentechnik an, in der die Bundesregierung unter anderem aufgefordert wird, das Moratorium zur Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen zu verlängern." Der Kärntner SP-Chef kündigte an, dass er Gentechnik auch am kommenden Montag bei einer gemeinsamen Sitzung der Kärntner und friulanischen Regierungen zum Thema machen werde, Unterstützung soll es dabei auch von den Freiheitlichen geben.

Neben der ASA-Fachtagung im Herbst am Wörthersee ist auch eine Konferenz der ASA in Bayern mit allen sozialdemokratischen Abgeordneten aus Europa geplant. An der Jahreshauptversammlung der ASA nahmen auch der Kärntner SP-Spitzenkandidat für die Europawahl Wolfgang Bulfon und Kandidatin Margit Schneider teil.

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