- 13.05.2004, 18:34:09
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Peter Ambrozy neuer ASA-Präsident
Alpenmanifest bei ASA-Jahrestagung in Klagenfurt beschlossen
Klagenfurt (SP-KTN) - Die ASA (Arbeitsgemeinschaft der Sozialisten
im Alpenraum) hat einen neuen Präsidenten. Auf den Italiener Mauro
Bondi folgt mit LHStv. Peter Ambrozy ein Kärntner als Oberhaupt der
Alpensozialisten. Das hat die ASA bei ihrer Jahrestagung in
Klagenfurt beschlossen. "Ich freue mich auf die neue Aufgabe und
werde meinen Schwerpunkt insbesondere auf die gemeinsame Verhinderung
der Gentechnikfreisetzung und den Schutz des Alpenraumes setzen und
deshalb auch zu einer ASA-Fachtagung zum Thema Gentechnik an den
Wörthersee laden", stellte Ambrozy am Donnerstag als Reaktion auf die
Wahl zum Präsidenten fest.
"Die ASA ist eine politische Organisation, die sich seit über
30 Jahren zum Ziel setzt, die grenzüberschreitenden Probleme im
Alpenraum anzugehen und darüber einen öffentlichen Diskurs anzuregen,
als die ASA begonnen hat, haben uns die Konservativen in Europa noch
belächelt, das war ein Fehler, denn inzwischen ist aus der ASA
immerhin die Alpenkonvention hervorgegangen", sagte Ambrozy und
würdigte auch die Arbeit Mauro Bondis. "Im vergangenen Jahr ist uns
das mit zahlreichen Veranstaltungen sehr gut gelungen, aus der
ASA-Tagung zum Thema Wasser wurde in Kärnten sogar eine
Landesausstellung", zog Bondi stolz Bilanz.
Verabschiedet wurde zum Schutz des Alpenraumes ein Manifest unter
dem Titel "Die Alpen sind Leben, les Alpes, C’est la vie, Alpe so
zivljenje, le Alpi sono vita". Das Manifest enthält zehn
programmatische Punkte, welche die gemeinsamen Themen aller
Alpenregionen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken und in der
nächsten Zeit politische Initiativen erfordern", präsentierte der
stellvertretende Klubobmann der Sozialdemokraten im Kärntner Landtag
das neue ASA-Papier. Die Themen betreffen den Alpenraum als
"gemeinsames Haus", die Kultur, den Fremdenverkehr, die
Landwirtschaft, auch in der Funktion des Landschaftsschutzes, die
Wirtschaft, den Verkehr, das Alpengebiet als Naturlandschaft, Europa,
die Migration sowie den Einsatz und das Primat der Politik gegen die
Interessen weniger.
"Die ASA geht vom Grundsatz aus, dass die Alpenregionen sich
entwickeln können, ohne dass die natürlichen, kulturellen und
sozialen Ressourcen zerstört werden, und dass alle Gebiete am
wirtschaftlichen Gedeihen entsprechend teilhaben sollen", meinte
Ambrozy und kündigte weitreichende Initiativen der Kärntner
Sozialdemokraten gegen die Freisetzung von Gentechnik an, in der die
Bundesregierung unter anderem aufgefordert wird, das Moratorium zur
Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen zu verlängern." Der
Kärntner SP-Chef kündigte an, dass er Gentechnik auch am kommenden
Montag bei einer gemeinsamen Sitzung der Kärntner und friulanischen
Regierungen zum Thema machen werde, Unterstützung soll es dabei auch
von den Freiheitlichen geben.
Neben der ASA-Fachtagung im Herbst am Wörthersee ist auch eine
Konferenz der ASA in Bayern mit allen sozialdemokratischen
Abgeordneten aus Europa geplant. An der Jahreshauptversammlung der
ASA nahmen auch der Kärntner SP-Spitzenkandidat für die Europawahl
Wolfgang Bulfon und Kandidatin Margit Schneider teil.
OTS0242 2004-05-13/18:34
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