ACUS fordert von Bischof Krenn: "Bitte entschuldigen Sie sich bei den muslimischen Gläubigen!"

Wien (SK) Die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) ist erschüttert über die Äußerungen des St. Pöltner Diözesanbischofs Kurt Krenn zum Islam. "Wir sind überzeugt, dass Islamfeindlichkeit und intolerante Haltung gegenüber Menschen anderen Glaubens nicht mit dem Christentum vereinbar sind", sagt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer. ****

"Als religiöse Sozialistinnen und Sozialisten lehnen wir jeden religiösen Fundamentalismus genauso wie den Marktwirtschaftsfundamentalismus ab", meint ACUS-Bundesvorsitzender Schadauer. "Islamfeindlichkeit dient zur Rechtfertigung von Kriegen und Ungerechtigkeit. Damit werden
nur Feindbilder aufgebaut. Das ist das genaue Gegenteil zu einer sachlichen und kritischen Auseinandersetzung mit
Religionen", betont ACUS-Bundesvorsitzender Schadauer.

"Bischof Krenn beleidigt nicht nur die muslimischen Gläubigen. Er schadet mit seinen Äußerungen dem Ansehen der Christinnen und Christen", betont Schadauer. "Wir ersuchen daher Herrn Bischof Krenn, sich bei den Muslimen und Musliminnen zu entschuldigen." Abschließend erinnert Schadauer den St. Pöltner Diözesanbischof an das Dokument des Zweiten Vatikanischen Konzils über das "Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen - Nostra aetate" als ein Beispiel für viele Erklärungen der christlichen Kirchen: "Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten (...)" (Schluss) se/mp/mm

Informationen: Richard Schadauer, ACUS-Bundesvorsitzender, Tel. 01 789 24 58, Alois Reisenbichler, ACUS-Pressesprecher, Tel. 0664 39 51 809

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