- 13.05.2004, 15:09:09
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ACUS fordert von Bischof Krenn: "Bitte entschuldigen Sie sich bei den muslimischen Gläubigen!"
Wien (SK) Die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie
(ACUS) ist erschüttert über die Äußerungen des St. Pöltner
Diözesanbischofs Kurt Krenn zum Islam. "Wir sind überzeugt, dass
Islamfeindlichkeit und intolerante Haltung gegenüber Menschen
anderen Glaubens nicht mit dem Christentum vereinbar sind", sagt der
Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christentum und
Sozialdemokratie (ACUS) Richard Schadauer. ****
"Als religiöse Sozialistinnen und Sozialisten lehnen wir jeden
religiösen Fundamentalismus genauso wie den
Marktwirtschaftsfundamentalismus ab", meint ACUS-Bundesvorsitzender
Schadauer. "Islamfeindlichkeit dient zur Rechtfertigung von Kriegen
und Ungerechtigkeit. Damit werden
nur Feindbilder aufgebaut. Das ist das genaue Gegenteil zu einer
sachlichen und kritischen Auseinandersetzung mit
Religionen", betont ACUS-Bundesvorsitzender Schadauer.
"Bischof Krenn beleidigt nicht nur die muslimischen Gläubigen. Er
schadet mit seinen Äußerungen dem Ansehen der Christinnen und
Christen", betont Schadauer. "Wir ersuchen daher Herrn Bischof
Krenn, sich bei den Muslimen und Musliminnen zu entschuldigen."
Abschließend erinnert Schadauer den St. Pöltner Diözesanbischof an
das Dokument des Zweiten Vatikanischen Konzils über das "Verhältnis
der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen - Nostra aetate" als
ein Beispiel für viele Erklärungen der christlichen Kirchen: "Mit
Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den
alleinigen Gott anbeten (...)" (Schluss) se/mp/mm
Informationen: Richard Schadauer, ACUS-Bundesvorsitzender, Tel. 01
789 24 58, Alois Reisenbichler, ACUS-Pressesprecher, Tel. 0664 39 51
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