Lunacek: Österreich muss gegen Menschenrechtsverbrechen in Westsudan aktiv werden

Grüne fordern Auswärtigen Rat mit ExpertInnen und sudanesischem Botschafter

OTS (Wien) "Die Gräueltaten der von der Regierung im Sudan bisher unterstützten Milizen in den westsudanesischen Darfur-Provinzen erfordern rasches humanitäres Handeln der internationalen Gemeinschaft, und dafür massiven politischen Druck von Seiten der Europäischen Union", fordert Ulrike Lunacek, außenpolitische Sprecherin der Grünen. Lunacek fordert die Bundesregierung, insbesondere die Außenministerin, auf, aktiv zu werden und "gegenüber der sudanesischen Regierung den sofortigen Stopp der Kampfhandlungen sowie Übergriffe auf die Zivilbevölkerung" zu verlangen.

"Zehn Jahre nach dem Genozid in Ruanda darf die internationale Gemeinschaft nicht zuschauen, wie die Lebensgrundlage von mehr als einer Million intern Vertriebenen zerstört und diese Menschen dem Hungertod ausgesetzt werden", betont Lunacek. Sie fordert die Einberufung des Rates für Integrations- und Außenpolitik: "Das ist die einzige Möglichkeit, rasch eine eingehende Debatte über politische Maßnahmen zur Beendigung der tragischen Ereignisse im Sudan zu führen." Lunacek plant dazu ExpertInnen sowie den sudanesischen Botschafter in Wien einzuladen.

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