Strasser: Hochrisikolenker müssen früher abfangen werden

ÖVP-Modell soll Unfälle verhindern und Autolenker sensibilisieren

Wien, 13. Mai 2004 (ÖVP-PD) "Mit unseren Vorschlägen zum 'Führerschein Neu' wollen wir den Hauptursachen von Verkehrsunfällen und -verletzungen entgegen wirken", sagte heute, Donnerstag, Innenminister Dr. Ernst Strasser in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka und ÖVP-Verkehrssprecher Werner Miedl. "Wir wollen Hochrisikolenker früher abfangen und Autolenker sensibilisieren", so der Innenminister.
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35,6 Prozent der Verkehrsunfälle passieren aufgrund von Geschwindigkeitsübertretungen, 15 Prozent aufgrund von Vorrangverletzungen, 10 Prozent durch rücksichtslose Überholmanöver und mehr als sieben Prozent unter Alkoholeinfluss, berichtete der Innenminister. "In unserem Modell bedarf es nicht einer Ansammlung von Punkten oder mehreren Delikten, sondern konkretes Fehlverhalten führt zu einer ebenso konkreten Konsequenz, die dem Lenker im Strafbescheid dann auch mitgeteilt wird", so Strasser. "Es weiß also jeder, mit welcher Maßnahme er im Wiederholungsfall zu rechnen hat".

Strasser nannte auch ein Beispiel aus der Praxis: Jedes sechste Kind werde völlig ungesichert im Auto mitgeführt, 80 Prozent der Kindersitze seien falsch montiert, 2003 seien 21 Kinder als Mitfahrer tödlich verunglückt. Dafür sehe das derzeitige System lediglich eine Verwaltungsstrafe vor. "In unserem Modell würde dieses Fehlverhalten vorgemerkt werden und würde im Wiederholungsfall zu einer Maßnahme bzw. einer Sanktion führen. Der pädagogische Erziehungsprozess der Autolenker wäre dadurch ungleich höher, als dies derzeit der Fall ist", so Strasser. Dieses stufenweise Vorgehen könne mithelfen, dass es weniger Unfälle, weniger Verletzte und weniger Verkehrstote gebe.

Unabhängig davon würden, so Strasser weiter, derzeit geltende Regelungen für schwere Verstöße selbstverständlich in Kraft bleiben. Den ÖVP-Vorschlag, so der Innenminister abschließend, werde man "freundschaftlich mit dem Regierungspartner besprechen
und verhandeln". "Ich gehe davon aus, dass wir zu einer gemeinsamen Regierungsvorlage kommen und diese auch gemeinsam beschließen werden."

Die Details des neuen ÖVP-Vormerkmodells können Sie in Kürze auf www.oevp.at downloaden.

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