Lateinamerika: Erfolgsversprechender Markt für Infrastruktur- und Klimaschutzprojekte

Lateinamerikanische Experten informierten über Investitionsprogramme und nationale Förderungsmöglichkeiten -Schwerpunktthema: Kyoto-Ziele

Wien (PWK340) - "Für die österreichische Wirtschaft ist es wichtig, Exportchancen und Kooperationsmöglichkeiten in Lateinamerika wahrzunehmen," sagte Georg Karabaczek von der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ, anlässlich des WKÖ-Seminars zum Thema 'Infrastruktur-, Energie-, Umwelt- und Kyoto-Projekte in Lateinamerika' das diese Woche in Wien und Salzburg stattfand. Hochrangige Repräsentanten der brasilianischen nationalen Entwicklungsbank, der kolumbianischen Investitionsagentur, der chilenischen Bauwirtschaftskammer sowie der mexikanischen Wasserkommission informierten über geplante und laufende Investitionsprogramme und nationale Förderungsmöglichkeiten.

Einen besonderen Schwerpunkt bildeten die im Kyoto-Protokoll vorgesehenen Clean Development Projekte, bei denen Exportländer Gutschriften für die Erfüllung des Kyoto-Zieles erwerben können. Erstmals ist es der WKÖ gelungen, Mitglieder des CDM- Executive Board nach Österreich zu bringen. Dieses internationale Organ muss alle Projekte, die in Entwicklungsländern durchgeführt werden, um CO2 zu reduzieren und damit entsprechende Zertifikate auf den Markt zu bringen, genehmigen. Franz Tattenbach (Costa Rica) und José Miguez (Brasilien) vom CDM- Executive Board stellten die baldige Vereinfachung des Genehmigungsverfahrens in Aussicht, sodass CDM-Projekte zunehmend auch für österreichische Betriebe interessant werden könnten. Gleichzeitig wiesen beide ausdrücklich darauf hin, dass gerade bei CDM-Projekten die Berücksichtigung einer nachhaltigen Entwicklung von besonderer Bedeutung ist.

"Lateinamerika ist ein erfolgversprechender Markt für CDM-Projekte im Bereich Kleinwasserkraft, Biomasse und Deponiegas und wir werden CO2-Zertifikate aus derartigen Projekten dringend brauchen, um das ambitionierte österreichische Kyoto-Ziel zu erreichen," stellte Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik der WKÖ, fest. (BS)

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