Kräuter/Gradwohl: Ja zu Bayern und Südtirol, nein zur Steiermark

"ÖVP-Bauernbundpräsident Grillitsch verantwortlungslos"

Wien (SK) Fassungslos zeigten sich Mittwoch SPÖ-Landwirtschaftssprecher Heinz Gradwohl und SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter angesichts des Verhaltens der schwarz-blauen Regierungsvertreter im Kleinen Untersuchungsausschuss. "Diese zeigten erstmals ihr wahres Gesicht." Obwohl die heimischen Kürbiskernbauern im Zuge der EU-Agrarreform-Verhandlungen mit massiven Existenzproblemen konfrontiert sind, weigerten sich FPÖ und ÖVP, dem Antrag der SPÖ zuzustimmen, Vertreter dieser Bauern im Kleinen Untersuchungsausschuss, der sich mit der Förderungsvergabe im Agrarwesen beschäftigt, zu hören. Vielmehr wurden auf Antrag der Regierungsfraktionen Auskunftspersonen aus Bayern und Südtirol geladen. ****

Kräuter: "Das Ja zu Bayern und Südtirol bei gleizeitigem Nein zur Steiermark ist ein Affront gegen alle heimischen Landwirte. Die Verantwortungslosigkeit des steirischen Bauernbundpräsidenten Grillitsch, der seinen Landsleuten die Tür weist, spottet jeder Beschreibung."

Als "Täuschung" bezeichnete Gradwohl die angebliche Bereitschaft von ÖVP und FPÖ, die Anliegen der steirischen Kübiskernbauern im Landwirtschaftsausschuss behandeln zu wollen. Aufgrund des parlamentarischen Fristenlaufes von Petitionen würde dieses Thema erst dann im Landwirtschaftsausschuss behandelt werden, wenn die EU-Agrarreformen bereits abgeschlossen sind. "Die Existenz tausender Kürbiskernbauern ist somit dieser Bundesregierung völlig egal."

Abschließend kritisiert Kräuter die neuerliche Ablehnung der Ladung von Kommissar Fischler aufs Schärfste: "Warum fürchtet die ÖVP Aussagen von Franz Fischler zur österreichischen Agrarförderung wie der Teufel das Weihwasser?" (Schluss) ah/mm

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