- 11.05.2004, 17:10:37
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Zentralverein der Wiener Lehrer/innen: Bildungsstandards aus der Sicht der Lehrer/innen!
Was Politiker/innen von Lehrer/innen unterscheidet!
Wien (OTS) Die am 10.5.2004 erschienen Presseaussendungen zum
Thema 'Bildungsstandards' mögen zwar die Sichtweisen der
Politiker/innen beschreiben, nicht aber jene der Lehrer/innen.
"Daher fordere ich alle Politiker/innen auf, sich der Schule zu
nähern und endlich vernünftige, der Pädagogik und Schulpraxis
entsprechende Aussagen zu tätigen", so Regina Grubich-Müller (SP),
Vorsitzende des Zentralvereins der Wiener Lehrer/innen am Dienstag.
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Bildungsstandards in den jeweiligen 4. Klassen als Chance zur
Beratung über individuelle Verbesserungsstrategien zu sehen, wie es
Rossmann (F) formuliert, ist eine klare vernichtende Botschaft an
die Lehrer/innen. "Demnach hätten Lehrer/innen mit den Schüler/innen
und Eltern bis dato keine individuellen Lernstrategien erarbeitet,
geschweige denn Unterstützung geleistet. Wenn Rossmann (F) meint,
die vierte Klasse wäre der geeignete Zeitpunkt um beratend zu
wirken, so ist das sehr blauäugig, aus pädagogischer Sicht
schlichtweg zu spät."
Bis auf eine Ausnahme teilt Grubich-Müller (SP) die Meinung von
Erwin Niederwieser (SP): "Bildungsstandards als Maßstab für die
Vergleichbarkeit von Klassen und Schulen zu nutzen, sehe ich als
große Gefahr, zu der ich deutlich 'Nein' sage. Bildungsstandards
sollen das Bildungssystem evaluieren, nicht aber einzelne Schulen
und Klassen in den künstlichen Wettkampf stürzen!"
Amüsiert zeigte sich Grubich-Müller (SP) über Amons (VP) Aussage, in
der er meinte, dass die Durchlässigkeit im Schulsystem entscheidend
sei um mögliche Fehlentscheidungen korrigieren zu können. "Dies ist
eines der besten Argumente für die gemeinsame Schule im
Mittelstufenbereich", so Grubich-Müller abschließend.(Schluss)
OTS0248 2004-05-11/17:10
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