- 09.05.2004, 12:05:49
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Dirnberger: Weltbank will großes Geschäft mit Pensionen
Neugebauers Weg in die Bedeutungslosigkeit des ÖAAB
Wien (OTS) - Scharf zurückgewiesen wurde die Kritik der Weltbank
am österreichischen Pensionssystem von AK-Vizepräsident Alfred
Dirnberger: "Das ist ein Angriff aus dem Zentrum des Neoliberalismus.
Denen geht es doch nur darum, das Vertrauen in das öffentliche
Pensionssystem systematisch zu unterminieren, sodass Anbieter von
Privatpensionen - Banken und Versicherungen - künftig das große
Geschäft machen. Wohin das führt, zeigt sich schon jetzt in
Österreich am Beispiel der Pensionskassen: Das Risiko trägt zunehmend
der einzelne Bürger, gut abkassieren tun die Betreiber der Kassen."
In diesem Zusammenhang übt Dirnberger auch Kritik am ÖAAB. Dessen
Spitzenfunktionäre predigen ja , so Dirnberger, geradezu das
sogenannte 3-Säulen-Modell und haben gleichzeitig mit ihrer Stimme im
Parlament am 11. Juni 2003 dafür gesorgt, dass den ASVG-Versicherten
schwerste Ungerechtigkeiten aufgebürdet wurden. Dirnberger: "Diese
abgehobene ÖAAB-Spitze propagiert ein Modell, das sich weite
Schichten der Bevölkerung auf Grund ihrer Einkommenssituation gar
nicht leisten können. Sie erledigen so die Arbeit für die Anbieter
von Privatpensionen. Übrig bleibt dabei die Bevölkerung!"
Spindelegger klatscht Neugebauers Abwegen Beifall
Dirnberger sieht sich mit seiner erneuten Kritik am willfährigen
ÖAAB durch den Chefredakteur der Tageszeitung Kurier, Kotanko,
bestätigt, der gestern in seinem Kommentar vom "Bedeutungsverfall des
ÖAAB geschrieben hat, der sich mit seinem wortreichen, aber
ergebnisarmen Vormann Neugebauer dem Tiefpunkt nähert. Es gibt, so
Kotanko, nur wenige Arbeitnehmer, die sich von einem ewigen
Beamtenfunktionär vertreten fühlen."
Dirnberger nennt Neugebauers Sündenregister:
- Am 13. Mai 2003 spricht er bei strömenden Regen bei der großen ÖGB-Demo gegen die Pensionsreform - Am 11. Juni 2003 aber stimmen er und alle ÖAAB-Abgeordenten im Parlament aber für die Ungerechtigkeiten des Pensionsgesetzes - Am 11. Oktober 2003 wird er zum ÖAAB-Bundesobmann gewählt und verspricht erneut die Harmonisierung - Am 31. Dezember 2003 aber (und bis heute) gibt es die im Pensionsgesetz zugesagte Harmonisierung noch immer nicht
Dirnberger: "So stimmt auch die These Kotankos, wonach sich nur
wenige Arbeitnehmer vom ewigen Beamtenfunktionär Neugebauer vertreten
fühlen. Neugebauer hat am 11. Juni 2003 mit dem kaltherzigen Kanzler
einen Pakt für seine Zustimmung auf Kosten der ASVG-Versicherten
geschlossen. Mit dem ÖVP-Klubobmann-Stv. und seinem
ÖAAB-Bundesobmann-Stv. NR Spindelegger hat er in der Nomenklatura des
ÖAAB einen wichtigen Beifallsklatscher, haben doch beide in den
vergangenen Jahren als Nationalratsabgeordnete alle Belastungen für
die ASVG-versicherten Arbeiter, Angestellten und
Vertragsbediensteten genauso beschlossen, wie gleichzeitig schamlos
die Geschenke an die Konzerne (z.B: Köst-Senkung) und an die Beamten
(Pensionsantritt für Lehrer ab dem 50. Lebensjahr mitten im
Schuljahr).Der Sturz des ÖAAB in die Bedeutungslosigkeit ist nun die
Folge."
OTS0025 2004-05-09/12:05
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