- 09.05.2004, 08:00:00
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"profil": Mölzer hatte Ambitionen auf ersten FP-Listenplatz
FP-Kandidat für EU-Wahl rechnet sich nur geringe Chancen auf Mandat aus - beurteilt Martins EU-Liste als "ultralinke Geschichte"
Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" erklärt Andreas Mölzer, auf
der FPÖ-Liste für die EU-Wahlen an dritter Stelle gereiht, dass er
sich "natürlich lieber auf Platz eins" der Liste gesehen hätte.
FP-Spitzenkandidat Hans Kronberger sei aber ein guter
Hintergrundarbeiter und "ein kompetenter Grün-Politiker".
Als Rechtsruck der FPÖ will Mölzer seine Nominierung nicht
interpretieren: "Das wäre dann der Fall, wenn lauter Mölzers die
ersten drei Stellen einnehmen würden." Sonderlich aussichtsreich sei
seine Kandidatur aber ohnehin nicht. "Wir müssten 18 Prozent machen,
damit ich ins EU-Parlament komme."
Dass er die FPÖ im EU-Parlament gerne in eine gemeinsame Fraktion
wird dem Vlaams Blok, der Lega Nord oder der Front National führen
möchte, sei eine "Überinterpretation". Mölzer: "Ich glaube
allerdings, dass man eine Gesprächsfähigkeit zu allen demokratisch
legitimierten Kräften suchen sollte, egal ob diese konservativ,
rechts-liberal oder rechts sind."
Den mit einer unabhängigen Liste kandidierenden Hans-Peter Martin
lobt Mölzer, weil dieser das Spesenthema "so spektakulär aufgegriffen
hat". Martins Mitstreiter würden aus dessen Kandidatur jedoch eine
"ultralinke Geschichte machen", so Mölzer im "profil"-Interview.
OTS0004 2004-05-09/08:00
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