- 06.05.2004, 12:17:46
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Fachliste: Ist die ÖGJ gegen neue Ausbildungsplätze?
Das Berufsstudium schafft Ausbildungsplätze für Jugendliche! Warum wehrt sich die Gewerkschaft dagegen?
Wien (OTS) - Nun hat sich auch noch der Bundessekretär der
Gewerkschaftsjugend, Mario Lindner, gegen das von der FACHLISTE
vorgestellte Modell eines Berufstudiums ausgesprochen. Es gab zwar in
der Aussendung der ÖGJ keine echten Argumente, dafür wurde in der
gestrigen Presseaussendung versucht, wieder einmal den unseligen
Ausbildungsfonds als Wunderwaffe darzustellen.
"Eigentlich ist es wirklich schade, wenn die Gewerkschaftsjugend
nur die Forderungen der Altfunktionäre wiederholt, anstatt sich die
Mühe zu machen, zuerst unser Modell zu prüfen und dann zu urteilen"
stellt dazu der Geschäftsführer der Fachliste der gewerblichen
Wirtschaft, Günter Rittinger, fest. Und weiter, "Für uns als
Unternehmervertreter ist das Problem der mangelnden Ausbildungsplätze
zu heikel, um damit durchsichtige Politpropaganda zu betreiben. Und
eine Bestrafung jener Unternehmer, die keine Jugendlichen ausbilden
können, wird sicher keinen einzigen Ausbildungsplatz zusätzlich
schaffen."
Es hat doch eher den Anschein, als ob sich die Gewerkschaft davor
scheut, den Jugendlichen mehr Verantwortung zuzumuten. Es dürfte die
Gewerkschaft auch stören, daß das Berufsstudium von Unternehmern und
Berufsschullehrern ausdrücklich befürwortet wird. Auch Eltern von
Jugendlichen, denen das Modell präsentiert wurde, sind davon
begeistert. Nicht zuletzt deswegen, weil die schulische Ausbildung
deutlich verlängert und damit auch die Qualität der Ausbildung
gesteigert wird.
"Eines sollte die ÖGJ schon akzeptieren: Der Erfolg der dualen
Ausbildung basiert im wesentlichen auf dem Einsatz und dem Engagement
der ausbildenden Unternehmer, und nicht auf dem Boykott von neuen
Ideen wie es die Gewerkschaft nun wieder einmal vorexerziert", so
Rittinger weiter. "Und gerade weil sich die Wirtschaftstreibenden der
Verantwortung für die Jugendlichen bewußt sind, wird über neue Wege
nachgedacht und werden neue Modelle präsentiert. Seitens der
Gewerkschaft kam bisher nur der Wunsch nach einer Strafsteuer in Form
eines Fonds, um mit dem dadurch kassierten Geld Jugendliche in
Stiftungen unterzubringen. Unternehmer sein, heißt etwas zu
unternehmen! Und die FACHLISTE unternimmt etwas zur Schaffung
zusätzlicher Ausbildungsplätze", schloß Rittinger.
(Schluß) (gr)
OTS0173 2004-05-06/12:17
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