• 06.05.2004, 11:50:55
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Gentechnikfreie Futtermittel-Schiene muss aufgebaut werden

Pirklhuber: Chancen der EU-Erweiterung für gentechnikfreie Lebensmittel nutzen

Wien (OTS) - "Im Rahmen der nationalen Umsetzung der
EU-Agrarreform, die derzeit ansteht, müssen Projekte für
gentechnikfreie Futtermittel zu einem speziellen Förderschwerpunkt
ausgebaut werden", fordert Wolfgang Pirklhuber,
Landwirtschaftssprecher der Grünen, heute anlässlich der Aktion von
Greenpeace vor Handelsketten in Wien.

Pirklhuber verweist darauf, dass Bio-Lebensmittel ausschließlich mit
gentechnikfreien Komponenten, also auch gentechnikfreien
Futtermitteln erzeugt werden, weitere Produktionsschienen im
Nicht-Bio-Bereich, wie die Tirol Milch jedoch ebenfalls verstärkt auf
gentechnikfreie Futterkomponenten setzen. Eine kürzlich durchgeführte
Studie betreffend die österreichische Futtermittel-Industrie zeige
jedoch die Gefahren einer Kontamination durch Verschleppung,
Vermischung und Import von Gentech-Soja in Österreich.

"Die EU-Erweiterung bietet die Chance, die Versorgung der
Landwirtschaft mit gentechnikfreiem Soja aus den Beitrittsländern in
Angriff zu nehmen", fordert Pirklhuber vom Landwirtschaftsminister
und hofft auf dementsprechende Initiativen in den nächsten Monaten.
Vor die Alternative gestellt, Futter-Soja per Schiff über den
Atlantik, Rotterdam und den Rhein-Main-Donaukanal oder direkt auf dem
Schiffsweg von Budapest angeliefert zu bekommen, sollte die
österreichische Futtermittel-Industrie wohl in keine Gewissensnöte
kommen.

Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]

OTS0146    2004-05-06/11:50

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