- 06.05.2004, 11:22:25
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LH Haider: Familien sind die Gewinner des Tages
Steuerreform mit deutlichem familienpolitischen Akzent
Klagenfurt (LPD) - "Kärntens Familien sind die großen Gewinner
des heutigen Tages." Dies betonte Landeshauptmann Jörg Haider
anlässlich der heute im Nationalrat beschlossenen größten
Steuerreform der zweiten Republik.
Mit den nun beschlossen Maßnahmen sieht der Landeshauptmann seine
Forderung nach einem deutlichen familienpolitischen Akzent erfüllt.
Die hohen Ausgaben für Familien würden nun steuerlich stärker
anerkannt und das Bekenntnis zu Kindern und Familie von der
Gesellschaft nicht mehr länger bestraft. Wesentlich sei auch, dass
das Familienpaket schon mit Wirkung ab 2004 vorgezogen werde.
Von den neuen Kinderabsetzbeträgen würden in Kärnten rund 20.000
Alleinerzieher und rund 70.000 Alleinverdiener mit Kindern
profitieren. Dazu komme die Anhebung der Zuverdienstgrenzen, die den
Empfängerkreis des Alleinverdienerabsetzbetrages deutlich ausweite
und die Steuerfreigrenzen beim 13. und 14. Gehalt. Die 15prozentige
Erhöhung der Pendlerpauschale stelle für viele Kärntner Arbeitnehmer
eine weitere wesentliche finanzielle Erleichterung dar.
Ab Juli wird der Kinderzuschlag und die erhöhte Pendlerpauschale
in die laufende Lohnverrechnung bei den Unternehmen miteinbezogen.
Für das erste Halbjahr 2004 werde vom Arbeitgeber eine Abrechnung in
Form einer Einmalzahlung im November erfolgen. Unterbleibt diese
Aufrollung, dann kann der Arbeitnehmer Anfang 2005 einen
Lohnsteuerausgleich beim Finanzamt vornehmen.
Mit der großen Tarifreform ab 2005 würden in Kärnten insgesamt
33.000 Arbeitnehmer und Pensionisten (im Vergleich zu 2003) keine
Lohnsteuer zahlen. Denn Bruttojahreseinkommen bis 15.770 Euro werden
steuerfrei gestellt.
Insgesamt seien es 180.000 Arbeitnehmer, Selbständige und
Pensionisten in Kärnten, die ab 2005 keine Lohnsteuer mehr zahlen.
Auch die Senkung der Körperschaftssteuer mache Österreich und Kärnten
als Wirtschafts- und Investitionsstandort sehr attraktiv, erwähnte
der Landeshauptmann. Schließlich würden fast 62 Prozent der Kärntner
Arbeitnehmer in körperschaftssteuerpflichtigen Unternehmen arbeiten.
Bestätigt sieht sich Haider auch von den Wirtschaftsforschern des
Institutes für Höhere Studien (IHS), die der Steuerreform ein gutes
Zeugnis ausgestellt hätten, da alle Haushalte von der laufenden
ersten Etappe und der 2005 anlaufenden zweiten Etappe profitieren
würden.
(Schluss)
OTS0123 2004-05-06/11:22
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