- 06.05.2004, 10:53:42
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GPA: Hanusch-Krankenhaus zu wertvoll für Verscherbelung
Gewerkschaft und Belegschaft sind sich einig und kampfbereit
Wien (GPA/ÖGB) - "Die Bevölkerung hat die taktischen Manöver der
Gesundheits-ministerin in Sachen Wiener Gebietskrankenkasse längst
durchschaut. Ziel von Rauch-Kallat ist nicht die nachhaltige
Sicherung des hohen medizinischen Versorgungsstandards für alle
Wienerinnen und Wiener, sondern die Verscherbelung des
Hanusch-Krankenhauses", ist sich Wolfgang Gratzer, Vorsitzender der
Gesundheitsberufe in der Sozialversicherung der GPA, sicher.++++
Es ist eine Tatsache, dass der Kostensteigerung im
Gesundheitsbereich und damit auch im Hanusch-Krankenhaus, eine
ungleich höhere Leistungssteigerung gegenübersteht. Bestrebungen eine
Sozial- oder Gesundheitseinrichtung kostendeckend oder gar
gewinnbringend zu betreiben, sind der direkte Weg in die
Zweiklassenmedizin. Gerade das Hanusch-Krankenhaus mit seinen
spezifischen Leistungen, wie z.B. Dialyse, Hämatologie und Onkologie,
muss weiterhin für alle Menschen - ohne auf Profit zu schielen -
zugänglich sein. Will man die flächendeckende Versorgung der
Bevölkerung in Wien weiterhin mit hochwertiger und gleichzeitig
leistbarer Spitzenmedizin gewährleisten, so ist die Auslagerung bzw.
Privatisierung des Hanusch-Krankenhauses, als wesentliche Säule der
Wiener Gesundheitsversorgung, nicht zielführend.
"Die politisch Verantwortlichen sind daher dringend aufgefordert,
unverzüglich eine Lösung für eine nachhaltige Finanzierung des
Gesundheitssystems und damit auch für das Hanusch-Krankenhaus zu
erarbeiten, die etwas mehr Kreativität erkennen lässt, als die
monotonen Chöre unter der Leitung von Frau Rauch-Kallat, die bloß die
'Privatisierungs- und Ausgliederungstonleiter' rauf und runter
singen", so GPA Gratzer weiter.
"Sollte dennoch der Versuch unternommen werden, das
Hanusch-Krankenhaus aus dem Verband der Wiener Gebietskrankenkasse
herauszulösen und anschließend zu verkaufen, wie dies bereits von der
Gesundheitsministerin angeregt wurde, dann werden wir alle
notwendigen gewerkschaftlichen Maßnahmen ergreifen, um dies zu
verhindern", zeigt sich Wolfgang Gratzer kampfbereit.
ÖGB, 6. Mai
2004
Nr. 316
OTS0105 2004-05-06/10:53
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