- 06.05.2004, 10:36:57
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Krems setzt erstes Hochwasserschutzprojekt für Kremsfluss um
Investition von rund 22 Millionen Euro
St. Pölten (NLK) - Als erste betroffene Gemeinde hat die Stadt
Krems nach dem Kremsfluss-Hochwasser 2002 ein
Hochwasserschutz-Projekt erarbeitet, das die gefährdeten Stadtteile
in Zukunft vor einem hundertjährlichen Hochwasser schützen soll.
Das ausgearbeitete Projekt umfasst den Lauf des Kremsflusses
zwischen der Hafenstraßen-Brücke und der Gemeindegrenze zu
Senftenberg. Als Grundlage für die Planung dienen die nach dem
Hochwasser neu berechneten hydrografischen Daten des Krems-Flusses.
Das Projekt beruht auf präventiven Maßnahmen: der Regulierung und
Eintiefung des Gerinnequerschnitts der Krems, begleitet von Umbauten
bzw. Anhebung der bestehenden Uferbegleitdämme und -mauern. Dadurch
wird die prekäre Situation in besonders sensiblen Bereichen
entschärft. Die Dämme und Mauern werden zwischen 30 Zentimeter und
einem Meter angehoben und in Bereichen, in denen es notwendig ist,
saniert. Ergänzend dazu werden einzelne Tragwerke und Brücken gehoben
bzw. erneuert. Der Schutz ist auf ein hundertjährliches Hochwasser
mit einer Sicherheitshöhe von 50 Zentimetern ausgerichtet.
Die Projektierung wurde im Einvernehmen zwischen Stadtbauamt, der
NÖ Landesregierung und dem Landwirtschaftsministerium durchgeführt,
die Stadt investierte dafür 230.000 Euro. Sobald die wasserrechtliche
Bewilligung und die Förderungszusicherung von Bund und Land
vorliegen, erfolgt die Ausschreibung der Bauarbeiten. Noch dieses
Jahr werden Probebohrungen und Sondierungsgrabungen in Angriff
genommen. Die Gesamtkosten für die Errichtung des Hochwasserschutzes
betragen rund 22 Millionen Euro.
Weitere Informationen: Ursula Altmann, Telefon 02732/801-227.
OTS0092 2004-05-06/10:36
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