- 06.05.2004, 10:04:07
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Kossina gegen Verpackungsmüll im Kino
Pilotprojekt im Megaplex
Wien (OTS) - "Abfallvermeidung hat in Wien einen hohen
Stellenwert, denn jedes Kilogramm weniger Müll, ist ein Beitrag für
unsere Umwelt, weil Ressourcen gespart werden und die Müllflut
geringer wird. Gleichzeitig leisten wir damit einen wertvollen
Beitrag für den Klimaschutz", betonte heute Umweltstadträtin Dipl.
Ing. Isabella Kossina bei der Präsentation eines neuen Projekts im
Wiener Kino Megaplex, das Abfall vermeiden hilft. Kossina: "Man kann
Spaß haben und trotzdem an die Umwelt denken."
In Wiener Kinos entstehen jährlich zirka 7.000 - 10.000
Kubikmeter Müll. Der Großteil besteht aus Getränkebechern,
Popcorntüten, Nachoschalen und organischen Restinhalten.
"Um Abfälle auch in Kinos zu vermeiden, fördert die Stadt Wien
ein Pilotprojekt, das Mehrwegverpackungen den Vorzug gibt", betont
Kossina. Gerade bei Jugendlichen und Kindern ist es wichtig,
rechtzeitig das Bewusstsein für die Umwelt zu schärfen. Jeder kann
seinen eigenen Beitrag zur Abfallreduktion leisten und gleichzeitig
bei einem Gewinnspiel mitmachen."****
Die Stadt Wien, die TPA Energie- und Umwelttechnik und die
Kinokette Hollywood Megaplex starten daher einen drei Monate
dauernden Pilotversuch: Mit einem innovativen Mehrwegsystem können
rund 80 Prozent Müll eingespart werden.
Seit Mai bietet das Wiener Kino Megaplex SCN Getränke und
Snacks in Mehrwegbechern an. Nach der Kinovorführung können die
Behälter in ein automatisches Rücknahmesystem gegeben werden. Bei
Rückgabe der Mehrwegbecher erhält der Konsument einen Bon, der
Möglichkeiten für zahlreiche Gewinnchancen bietet. Die gesammelten
Mehrwegbehälter werden in einem Fachbetrieb hygienisch gereinigt und
für die Wiederverwendung bereitgestellt.
Ziel ist es, eine Alternativlösung zu Einwegverpackungen im Kino
aufzuzeigen und damit das Kinopublikum und die Wirtschaft für die
Idee zu gewinnen.
Das Projekt zur Abfallvermeidung in Kinos ist eines von 23
Projekten, die die Stadt Wien seit 2003 fördert. Die Projekte wurden
von einer internationalen Fachjury ausgewählt und sollen praktische
Anregungen liefern, um die Abfallmengen in Wien zu reduzieren.
(Schluss) bfm
OTS0074 2004-05-06/10:04
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