- 06.05.2004, 09:25:48
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Leitl: "Brennerbasistunnel wird Hauptschlagader der Wirtschaft Europas"
"Motor der europäischen Entwicklung" - Kapazität der Brennerbahn durch "Jahrhundertprojekt" mehr als verdoppelt
Wien (PWK316) - Als "Jahrhundertprojekt", das zum "Motor der
europäischen Entwicklung werden wird", begrüßt der Präsident der
Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, den Beschluss zum Bau
des Brennerbasistunnels. Die Brennerachse werde sich, ist Leitl
überzeugt, zur "wirtschaftlichen Verkehrsschlagader Europas"
entwickeln.
Die Europäische Union hat, so Leitl weiter, die vorrangige Bedeutung
des Projekt erkannt und den 56 km langen Basistunnel in die am 21.
April d.J. beschlossenen neuen Leitlinien das Transeuropäische
Verkehrsnetz aufgenommen. Die EU-Kofinanzierung macht eine Übernahme
von bis zu 20 Prozent der Kosten möglich.
Die Unterzeichnung des Staatsvertrages zwischen Österreich und
Italien am 30. April hat jetzt den Weg in die abschließende
Projektphase geebnet. Der Vertrag selbst legt die durchzuführenden
Arbeiten und die Kosten der Planungsphase fest. Ferner regelt er die
gleichmäßige Verteilung der Kosten, die nicht durch EU-Zuschüsse
gedeckt sind und daher von Österreich und Italien getragen werden
müssen. Sowohl der Vertrag als auch die EU-Leitlinien sehen das Jahr
2015 als Fertigstellung für die rund 4,5 Milliarden Euro teure
wichtigste Nord-Süd-Verbindung über die Alpen vor.
Der Basistunnel soll die Kapazität der Brennerbahn von derzeit 190
auf mindestens 400 Züge pro Tag erhöhen. Er spielt dabei eine
entscheidende Rolle im Vorhaben, das Verhältnis der Verkehrsanteile
von Straße und Schiene aus dieser besonders belasteten alpenquerenden
Verbindung zugunsten der Schiene umzudrehen. Nach Angaben der Brenner
Eisenbahn GmbH ist bis 2015 mit einer Steigerung der über den Brenner
beförderten Güter von derzeit 34 auf 62 bis 69 Millionen
Netto-Tonnen, also mit einer Verdoppelung des zu transportierenden
Gütervolumens, zu rechnen.
Die annähernde Halbierung der Fahrzeiten auf der Strecke München -
Verona dürfte sich nach Meinung des WKÖ-Präsidenten als wirksames
Argument für einen Umstieg von der Straße auf die Schiene erweisen.
Jüngste Verkehrsprognosen gehen davon aus, dass bis 2015 der
Personenverkehr über den Brenner um 60 und der Güterverkehr um 80
Prozent zunehmen wird. Speziell in Tirol wird die Transitbelastung
durch geographische und klimatische Bedingungen (enge Täler,
Wetterinversionslagen, etc) verschärft. (hp)
OTS0037 2004-05-06/09:25
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