- 04.05.2004, 11:31:43
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Hanusch-Krankenhaus: Kogelbauer ortet "Prolongierung der Verunsicherungspolitik"
Diskussion um Ärztegehälter ist entbehrlich - Keine Politkampagne am Rücken der Patienten und der Ärzteschaft
Wien (OTS) - Die Vizepräsidentin und Spitalsärztevertreterin der
Ärztekammer für Wien, Gabriele Kogelbauer, ortet eine "Prolongierung
der Verunsicherung der Patienten" in Wien: "Die Diskussion rund um
das Hanusch-Krankenhaus ist absolut entbehrlich", betont Kogelbauer.
Sie habe kein Verständnis dafür, dass kurz nach Beschluss des
Kassenvetrags in Wien ein weiteres medizinisches Betreuungselement
der Stadt zum Spielball der Politik werde. Kogelbauer: "Wenn
Ministerin Rauch-Kallat das Hanusch-Krankenhaus abgegeben haben will,
frage ich mich wirklich, an wen, denn das Budget der
Gemeinde-Wien-Spitäler ist bereits jetzt vollkommen erschöpft." Nun
solle dem KAV also auch noch das Hanusch-Krankenhaus aufgeladen
werden.****
Kogelbauer ist verwundert, dass die Politik anstatt der höchst
notwendigen Strukturreform im Gesundheitswesen als einzigen Vorschlag
"den Transfer eines Spitals von einem Träger zum anderen" anbietet.
Kogelbauer: "So kann keine Gesundheitsreform funktionieren.
Rauch-Kallat und Bartenstein sollen sich einmal um ein wirkliches
Problem im Spitalsbereich kümmern, nämlich um die Einhaltung des
Spitalsarbeitszeitgesetzes in Österreich." Verärgert sei sie auch
deswegen, weil die im Hanusch-Krankenhaus arbeitenden Ärztinnen und
Ärzte es nicht verdient hätten, in diese Politkampagne hineingezogen
zu werden, so Kogelbauer.
"Jetzt wird also über die Gehälter der im Hanusch-Krankenhaus
arbeitenden Kollegenschaft debattiert. Anstatt Vorschläge zur
Sanierung des Systems in die Diskussion einzubringen, werden einzelne
Gruppen als die schwarzen Schafe im Gesundheitssystem dargestellt",
so Kogelbauer. Die Kolleginnen und Kollegen würden exakt nach dem
Gehaltsschema der Sozialversicherung entlohnt werden, das ident sei
mit allen anderen ähnlichen Einrichtungen der Sozialversicherung. "Es
ist eine Unterstellung, wenn nun in der Öffentlichkeit so getan wird,
als ob es im Hanusch-Krankenhaus Sonderverträge gäbe." Die im
Hanusch-Krankenhaus arbeitenden Ärztinnen und Ärzte würden adäquat
entlohnt, wie es im gesamten Spitalsbereich üblich sein müsste, so
Kogelbauer.
Kogelbauer appelliert an die verantwortlichen
Gesundheitspolitiker, politische Ideen zu entwickeln, um in
Österreich eine Gesundheitsreform zu starten, die diese Bezeichnung
auch wirklich verdiene. "Ich verurteile aber alle Versuche, in
politischen Kleinkriegen - hier Bundesregierung, dort rote Kassen -
eine Politkampagne zu initiieren, die am Rücken der Patienten und der
Ärzteschaft ausgetragen wird." (bb/hpp)
OTS0131 2004-05-04/11:31
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