Dirnberger fordert den Rücktritt der ÖAAB-Spitze

ÖVP-Arbeitnehmerbund ist zum Schatten seiner selbst verkommen

St. Pölten (OTS) - "Der 1. Mai ist auch Anlass über die Zukunft des ÖAAB nachzudenken", sagte gestern Abend AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger bei einer Betriebsräteversammlung zum "Tag der Arbeit".

Dirnberger: "Der einstmal mächtige ÖAAB ist in den vergangenen Jahren zu einem Lehrer- und Beamtenbund und damit zu einem Schatten seiner selbst verkommen. Die Interessen der ASVG-versicherten Arbeiter, Angestellten und Vertragsbediensteten werden von den Vertretern des ÖAAB im Parlament, also Neugebauer, Spindelegger, Schöls, etc mit den Füßen getreten. Die katastrophalen Ergebnisse bei den bisher stattgefundenen AK-Wahlen, wie zuletzt in Kärnten, sind die Folge. Ich fordere daher die Rückbesinnung des ÖAAB auf seine christlich-sozialen Wurzeln und den damit unbedingt nötigen personellen Neuanfang. Die gesamte Spitze mit Obmann Neugebauer, seinen Stellvertretern Spindelegger und Gehrer muss zurücktreten."

Der 1. Mai bietet auch Gelegenheit über die politischen Erfolge für die ASVG-versicherten Arbeiter, Angestellten und Vertragsbediensteten nachzudenken. Dabei, so Dirnberger, zeigt sich ganz deutlich, dass die ÖAAB-Vertreter im Nationalrat immer gegen die Interessen der ASVG-Versicherten gestimmt haben, sei es nun bei den Pensionsverschlechterungen vom 11. Juni 2003 oder bei der Steuerreform, bei der sich auch bei der parlamentarischen Behandlung keine Senkung der Lohnsteuertarife abzeichnet.

ÖVP betreibt Klassenkampf von oben

"Diesem "Nicht-Vertreten" der Interessen der ASVG-Versicherten stehen die vom ÖAAB ermöglichten Privilegien für Beamte und Lehrer gegenüber, die etwa mitten im Schuljahr ab dem 50. Lebensjahr in Pension gehen konnten. Auch fügen sich die Vertreter des ÖAAB in Regierung und Parlament dem Wunsch der Unternehmer nach einer Senkung der Köst, während die Senkung der Lohnsteuertarife für die Arbeitnehmer weiter auf die lange Bank geschoben wird. Belastungen für die Arbeitnehmer, Geschenke an die Konzerne, diese Politik von Kanzler Schüssel und der Minister Bartenstein und Grasser, die so einen Klassenkampf von oben führen, wird von der ÖAAB-Spitze mitgetragen. Daher sollen sie den Anstand besitzen, von ihren Funktionen als angebliche Arbeitnehmervertreter zurück zu treten," forderte gestern Abend bei der Betriebsrätekonferenz Dirnberger.

Rückfragen & Kontakt:

AK Vizepräsident Alfred Dirnberger
Tel. 0676-5375106
mailto: alfred.dirnberger@aknoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DIR0001